Obwohl die heutige Kontrolle nicht unbedingt positiv ausfiel und der Arzt ein wenig ratlos schien, hat sie doch unsere Situation in eine andere Relation gerückt.
Neben uns saß eine sehr junge Mutter, ihren drei Monate alten Sohn auf dem Arm.
Beide Augen abgeklebt, verbunden.
"Wissen Sie, ich würde gerne mit Ihnen tauschen!" erklärte mir die Mutter mit Tränen in den Augen.
Ihr kleiner Sohn hat einen Tumor.
Sehen kann er nichts.
Er ringt um's Überleben.
Und mit einem Male fühle ich mich schuldig und erkenne, dass wir weißgott nicht der Nabel der Welt sind und unsere Sorgen gering gegenüber denen anderer Menschen.