Meine Töchter leiden an einer seltsamen Krankheit, die ich jetzt, als medizinischer Laie, einfach mal mit dem
drinnen-draußen-Syndrom bezeichne......
Betrachten wir zunächst die
drinnen (sprich: in der Wohnung) Merkmale:
1. Man spricht, sofern man vier bzw. fünf Jahre alt ist niemals in normaler und angenehmer Lautstärke miteinander, sondern keift in jedem Falle.
2. Man schreit grundsätzlich zunächst einmal
NEIN.
3. Man tritt, beißt, wirft sich auf den Boden oder wahlweise die Schwester, reißt ihr Dinge aus der Hand, heult, spuckt und schimpft.
4. Man möchte grundsätzlich nie das, was man Sekunden zuvor lauthals angekündigt hatte.
5. Alles ist zunächst mal doof und wird mit:
"Mannnooooooo....!" [wahlweise:
"Mennooooooo...!"] Gekreische bedacht.
6. Man streitet sich über und um alles.
7. Streitbeginn ist morgens gegen 6.00 Uhr:
"Ich darf aber zuerst auf die Toilette....!"
8
. Mama ist immer gemein. Man darf nicht vergessen, das mehrmals täglich lautstark zu bekunden.
9. Die Schwester ist immer doof und hat immer angefangen. Schuld hat sie sowieso an allem.
10. Kindsein ist doof,
"weil immer bestimmen die Erwachsenen bloß!".
Dieses drinnentypische Verhalten wird - wie ein nicht mehr gebrauchter Mantel - in die Ecke geworfen, abgelegt, sobald die Schwelle nach
draußen überschritten ist:
1. Zwei liebreizende Töchter spielen friedlich und leise miteinander.
2. Habe ich überhaupt noch Kinder?
3. Kindsein ist toll!
4. Schwesterliche Eintracht und Harmonie.
Nun frage ich mich, welche magische Aura da beim Durchschreiten des Türrahmens freigesetzt wird?
Im Grunde, da bin ich ehrlich, ist es mir relativ egal, solange die Magie anhält.
:-))