Ich wurde heute - mal wieder - zu einem Elterngespräch in den Kindergarten gebeten. Mir schwante nichts Gutes, häufig geht es um Sophia und ihr Sprechverhalten.
Um Sophia ging es auch diesmal.
Allerdings überraschte mich das Thema:
"Also wir haben da ein Problem mit ihrer Tochter. Sophia möchte an manchen Tagen mittags nur Kartoffeln auf ihrem Teller haben. Keine Soße und auch sonst nichts. Dies erscheint uns als Zeichen für Autismus."Nachdem ich - mal wieder - groß und breit erklärte, dass kein Arzt diese "Diagnose" des Kindergartens bislang bestätigt hat und wir uns sehr sicher sind, dass Sophia zwar a) einige Probleme hat, aber b) keinen Autismus, wurde mir nahe gelegt, auf mein Kind einzuwirken, damit es demnächst in der Lage ist
"mehr Dinge auf dem Essensteller zu ertragen!"
Nun gehöre ich ganz offensichtlich zu jenen uneinsichtigen Elternteilen, die das Leben jedes Erziehers und Lehrers erschweren.
Ich verkündete meine diesbezügliche Meinung und sah in ungläubige Gesichter.
"Es ist schon ein Problem, wenn Kinder nur ein einziges Lebensmittel auf ihrem Teller dulden!" wurde ich verabschiedet.
Nun, das mag sogar der Wahrheit entsprechen. Nur wäre es in diesem Falle eher eines unserer geringsten Probleme.