Jeder Mensch schleppt ja nun so das ein oder andere Trauma mit sich herum. Darum bin ich auch eher froh darüber, dass es sich bei meinem Privattrauma um ein eher harmloses handelt.
Allerdings kann es sehr lebensprägend sein, wenn die erste selbstgebackene Torte beim Anschneiden vor der kompletten Familie sozusagen auf dem Esstisch verläuft.
Noch einschneidender das Gegackere sämtlicher männlicher Besucher, die mitleidvollen Blicke einiger Gäste sowie die schlauen Sprüche aller älteren weiblichen Angehörigen.
Fortan überschlug ich jedes Rezept, das auch nur den Hauch von Gelatine in sich trug.
Nun wäre ich selbstverständlich nicht ich, wenn ich nicht - zu Höhenflügen neigend - dieses Trauma allein und gewagt zu bekämpfen beabsichtigen würde.
Aus diesem Grunde wird es morgen - eventuell - eine Champagner-Frucht-Torte geben.
Natürlich habe ich vorgesorgt. Sollte die Gelatine wieder nicht so wie ich wollen, habe ich noch eine Philadelphia Torte in petto.
Der Wackelpudding nämlich, der verweigert mir nie seine Dienste.
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und eine Portion Gelassenheit! Möge die Gelatine zusammenpappen was das Zeug hält!