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Einträge vom: 19.08.2005

Lähmung

Ich empfinde mich manchmal als sehr seltsam. In den letzten Tagen sprudelten die Ideen bezüglich vieler Dinge förmlich aus mir heraus. Wo immer ich mich befand, ein Einfall löste den nächsten ab. Es war ein herrliches Gefühl, gedanklich derart kreativ die Treppen auf und ab zu flitzen.
Sobald es dann an die konkrete Umsetzung der Ideen ging, ich alles bereit legte und stellte und nur noch hätte loslegen müssen, überfiel mich mit einem Male bleischwere Lähmung.
Ich sah, wohin ich wollte, hatte das Ziel sehr klar vor Augen. Der Ansporn war da und doch, ich saß da, wie blockiert und verdaddelte meine Zeit.
Dass, was ich mir vornahm, was zuvor in mir sprudelte, überkochte, keinen Halt mehr fand, das verpuffte "außen" mirnichtsdirnichts im luftleeren Raum.

Wie blockiert, unfähig tätig zu werden saß ich vor mir selbst und in mir wuchs der Ärger. Frust über mich selber. Nicht einfach aufzustehen und die Lähmung abzuschütteln.
Nicht einfach stark zu sein, energiegeladen, kraftvoll.

Das Fazit ist, ich habe lediglich ein Minimum von dem geschafft, was ich hätte schaffen können.
In mir trubelt es nach wie vor, aber es ist, als säßen die Ideen hinter Gittern und ich fänd den Schlüssel nicht, um das olle Schloss aufzuschließen.

Dämlich.
Das ist vielleicht das Wort, das es am ehesten trifft!

augenBloglich 19.08.2005, 20.24| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

der arme Herr Bohrmann

Sehr geehrter Herr Schätzing,

nicht, dass ich Sie annehmen lassen möchte Ihr Buch "Der Schwarm" sei in irgendeiner Form zu kurz geraten - beileibe nicht, haben Sie schon einmal mit diesem "Schinken" bequem irgendwo liegen und lesen können ohne sich eine Schulter aus- oder einen Arm zu verrenken? - nein, aber meine klitzekleine Anregung wäre diese, das langweilige Geschwafel über Anawaks Vergangenheit und all die Details auf der Independence zugunsten der wirklich interessanten - ungeschriebenen - Dinge zu streichen.

Nachdem ich nun also zu den Völkermassen gehöre, die Ihr Werk bis zum Ende gelesen haben, treibt mich die Frage umher, wie der gute Herr Bohrmann denn nun aus seiner von durchgeknallten Haien attackierten Felsspalte gekommen sein mag?
Dass er überlebt hat kann ich dem Epilog entnehmen, aber bitte wo steht das WIE?

Nun möchte ich nicht ausschließen, dass mir da im Gewusel des Buches etwas untergegangen ist. (Wie treffend!) In diesem Falle vergessen wir die Frage bitte einfach.
Aber es scheint doch eher so, als hätten Sie sich im großen Showdown auf der Independence verloren und den armen Herrn Bohrmann ganz vergessen.

Mag auch sein, es war Ihre Absicht, die Phantasie des Lesers anzusprechen und dieser sich seine ureigenste Rettungsaktion gedanklich erschaffen soll.

Während ich also die letzten Seiten las wartete ich stets darauf, dass der arme Kerl nun endlich von seinem Leiden erlöst wird. So oder so - Hauptsache er hängt nicht mehr bei Bewusstsein in dieser ollen Spalte, stockfinster und von rasenden Haien umgeben.. Nein, Herr Bohrmann war sympathisch und ihm gebührt ein beschriebenes Ende.

Dies wiederrum soll Sie aber nun nicht dazu verleiten, einen möglichen Folgeband - wie das ja heute gern geschieht - in Erwägung zu ziehen.

Aber falls Sie mal wieder ein Buch schreiben sollten, dann denken Sie doch bitte an die mitleidenden Leser und erlösen Ihre zahlreichen Helden auf die ein oder andere Weise von ihrem Leid.

Dann kann auch ich wieder beruhigt schlafen und muss nicht beständig an den armen Herrn Bohrmann denken.....

Mit freundlichen Grüßen
s.



augenBloglich 19.08.2005, 06.41| (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
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patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25