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Einträge vom: 09.08.2005

Aufschiebegen

Okay, ich kann mit meinem schiefen Schneidezahn leben und auch mit meiner dicken Nase. Ich habe selbst Verständnis dafür, dass dort, wo andere Menschen einen Po haben bei mir lediglich die Verlängerung der Oberschenkel angesiedelt ist. Auch mit meiner nichtssagenden Augenfarbe komme ich durchaus zurecht. Gut, die Haare, von denen reden wir jetzt ja gar nicht erst.
Das, was ich leider aber im Überschuss abbekommen habe - als es, wann auch immer, wo auch immer - an die Verteilung von irgendwelchen Genen ging ist das Aufschieb-Gen.

Das - der Kommunikation mit mir mächtigen - besagte Gen neigt dazu, sich immer dann in den Vordergrund zu drängeln, wenn ich - als wirklich sehr vernünftig denkender Mensch - etwas ungemein Wichtiges vorzuhaben gedenke.

Harmlos tritt es dann in Erscheinung, wenn ich mir zum Beispiel vornehme die seit Monaten sträflich missachteten Fenster zu putzen.

"Hey, wart mal eben. Das muss doch wohl nicht HEUTE sein. Setz dich hin, mensch, entspann dich.", raunt es mir ins Ohr und sein schmusig weicher Tonfall lässt mich wie in Trance widerspruchslos gehorchen.

Oder zum Beispiel wichtige, im Grunde unaufschiebbare Korrespondenz muss erledigt werden: "Gott, Suse, nur keine Panik. Heute ist Freitag. Der Brief kommt eh erst Montag an, dann kannst du ihn auch gleich erst am Sonntag schreiben und einwerfen, das kommt auf dasselbe heraus!"
Ein durchaus logischer und schnell nachvollziehbarer Gedanke, oder?

Manchmal suggeriert mir dieses Gen auch: "Sport? Du willst heute noch zum Sport? Mach dich nicht lächerlich. Morgen ist auch noch ein Tag. Für heute Abend waren doch die Gummibärchen und Haselnuss Kugeln vorgesehen, oder?"
Ich meine, wer macht sich schon gerne lächerlich?

Und Widerspruch, Widerspruch einzulegen das ist so eine Sache. Neulich, als mir danach war, Garderobenschilder für das neue Schuljahr anzufertigen und auszudrucken, da wurde mir tuschelnd mitgeteilt:
"Die Ferien sind noch lange nicht zuende. Keep cool. Du kannst die Teile heute eh nicht ausdrucken, du hast nämlich keine Farbpatrone mehr im Drucker!"

Mein durchaus geweckter Widerspruchsgeist gab zu bedenken:
"Hallo Kollege. Die Farbpatrone steckt nur nicht im Drucker, weil du gestern, als ich sie kaufen wollte, der Meinung warst ich solle besser warten bis sie im Angebot sei!"

"Da siehst du es!" blafft mich das aufsässige Gen an "Ohne mich schaffst du es nichtmal dein Geld zusammenzuhalten!"


augenBloglich 09.08.2005, 20.06| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

Zusammenleben

Ich stelle es mir nicht gerade einfach vor mit einem Menschen zusammenzuleben, der gerne für sich ist. Nicht im Sinne von Einsamkeit, aber im Sinne von Alleinsein. Ein Mensch, der gerne vieles mit sich selbst ausmacht. Der Ruhe um sich herum genießt, der Wohnungen mag, die er allein gestalten und bestücken kann.
Der sich Ruheoasen schafft, in die er ungern andere Menschen lässt und wenn dann nur zu seinen eigenen Bedingungen und zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt.

Ich stelle es mir mühsam vor mit einem Menschen zusammenzuleben, deren kompliziertes Denken raumfüllend ist. Einem Menschen, der es liebt sich mitzuteilen, es aber ebenso sehr schätzt, zu schweigen.

Es muss durchaus anstrengend sein, mit einem Menschen zusammenzuleben, der im Grunde seines Herzens vielleicht nicht für das Zusammenleben geschaffen zu sein meint.

Einem Menschen, dessen Gedankenfülle, Gedankendrang und Chaotismus besitzergreifend und erschlagend wirken müssen.

Es kann einfach nicht leicht sein mit so einem Menschen zusammenzuleben.
Einem Menschen wie mich.


augenBloglich 09.08.2005, 19.31| (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

darf ich vorstellen ... ??

Ich bin die Frau, die - geschickt mitgedacht - die Negerküsse auf alle übrigen Einkäufe packt nur um dann - wenige Minuten später - ihre tonnenschwere Sporttasche auf besagte Einkäufe plumpsen zu lassen.
Irgendwie bin ich dann auch noch jene Frau, die sich - zu Hause angekommen - gänzlich überrascht und erstaunt über weiß-klebrige Spuren im Kofferraum wundert und sich allen Ernstes fragt, warum die Unterseite ihrer Sporttasche schneckenähnliche Gleitspuren hinterlässt.

Noch Fragen?

augenBloglich 09.08.2005, 12.52| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

charmant

"Mama, wann pumpst du denn endlich Luft auf deine Brüste?" möchte Sophia morgens um fünf von mir wissen.
"Luft?"
"Ja, tuck doch mal wie schlapp die sind!"

Herzlichen Dank, mein Kind!
Genau DAS möchte ich um fünf in der Früh hören.

augenBloglich 09.08.2005, 08.48| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25