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Einträge vom: 13.05.2005

Friseurbesuch


Nachdem uns der Kinderarzt bescheinigte, dass Sophia niemanden mehr anstecken kann, wagte ich es, allein mit beiden Kindern den Friseur aufzusuchen. Die Erfahrung lehrte mich: Gehe nie mit einem Windpocken-gesichtigem Kind (wenn auch nicht mehr ansteckend) auf die Straße. Wenn Blicke töten könnten, hätten wir alle drei nicht überlebt.

Nun gut, aber der Friseurbesuch. Zunächst wurde Lenas Haar geschnitten und frisiert, in dieser Zeit konnte ich mich mit Sophia beschäftigen, die gerne mal Quatsch macht.
Irgendwann war Lena nun aber "fertig" und ich an der Reihe. "Es muss schnell gehen!", erklärte ich der Friseuse, wohl wissend, dass meine Kinder nur wenige Minuten bräuchten, um den Laden auseinander zu nehmen.

Rasant wurde mir also der Schopf gewaschen. Noch spielten unsere Töchter friedlich vor sich hin. Der erste Aufschrei schreckte mich auf, als mein Pony geschnitten wurde. Er erschreckte nicht nur mich, nein, auch die Friseuse war derart irritiert, dass sie den Pony direkt gänzlich abschnitt. Ganz auf meine streitenden Töchter fixiert bekam ich das erst ein wenig später mit. Zu spät. Mittlerweile hatte nicht nur mein Pony das Zeitliche gesegnet, ich hatte auch sonst nicht mehr wirklich viel Haare auf dem Kopf. Um nicht zu sagen: Ich bin nun sehr kurzhaarig und um das Wissen reicher, dass es keine ausgesprochen gute Idee ist, mit zwei kleinen Streithähnen zum Friseur zu gehen.

Man stelle sich eine hilflos unter diesem Friseurumhang gefangene Mutter und deren bezaubernde Kinder vor. Während die Kinder lautstark um einige Bonbons streiten, die man ihnen geschenkt hatte, versucht die an den Stuhl "gebundene" Mutter, weise und geduldig den Streit der Kinder zu schlichten. Ich meine, ich konnte sehr schlecht durch den ganzen Laden brüllen: "Nun ist es aber gut!" oder etwas in dieser Art.

Während man mich fragte: "Die Ohren frei!" antwortete ich auf Lenas Frage: "Mama dürfen wir die Bonbons essen?" mit "Ja!" Diese Antwort jedoch bezog die Friseuse auf sich und schnibbelte was das Zeug hielt. Als ich mich dazu äußern sollte, ob ein Zentimeter okay sei, musste ich erstmal Sophia mit einem "Ja klar!" auf die geschrieene Frage: "Mama, fahrn wir dleich nach Hause?" beruhigen. Und die gute Dame schnitt und schnitt.

"Mama, die Sophia schmeißt die Bonbons durch den Laden!"

"Nein, dar nicht, Mama, ich will auch Bonbons haben!"

"Wohl, wohl, du machst das wohl!"

"Mama, krieg ich mehr Bonbons?"

"Haben Sie das Deckhaar sonst ein wenig länger getragen?"

"Nein!"

Obwohl ich klar die Bonbons und Sophia meinte, war mein Deckhaar just in diesem Moment nahezu verschwunden.

"Mama, die Lena dibt mir dar nix ab!"

"Wohl, du hast drei und ich hab zehn. Ich hab das genau geteilt!"

"Ja, Mama, aber die Lena hat danz viele und ich hab danz wenig!"

"Neihein, Phia, du hast wenig, weil du auch erst drei bist!"

"Mama, ich will nicht drei sein!"

"Bist du aber, bist du aber!"

"Dar nicht, dar nicht!"

"Wohool!"

"Mama, ne, ich bin dar nicht drei, oder?"

"Diese Haare hier nicht abschneiden, oder?"

"Doch!"

Und so schwanden sie denn, meine Haare. Als ich endlich zum Föhn greifen konnte hatten unsere Töchter sich abgeregt und ich konnte entspannt in den Spiegel schauen. Es kostete mich einen argen Haufen Selbstdisziplin und große Anstrengung keinen Schreianfall zu bekommen.

Kurz. Kürzer. Arg kurz.

"Tuck, mal, Lena, die Mama ist detz ein Mann!", hauchte Sophia völlig gebannt. Unsere Große jedoch wusste das selbstverständlich besser: "Quatsch, Phia, die Mama hat doch keinen Schniedel!", posaunte sie heraus, womit wir dann endgültig der Aufmerksamkeit aller Kundinnen und Kunden gewiss sein konnten. Wirklich entspannend so ein Friseurbesuch. Doch wie sagte man mir gerade tröstend: "Freu dich doch, zeigt die Waage morgen eben weniger an!"

augenBloglich 13.05.2005, 15.47| (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Oma und Opa Auswirkungen

Ohne meine Eltern wären wir aufgeschmissen, so viel steht fest. Die ganze Woche über waren unsere kranken Mädel vormittags bei Oma und Opa, wurden rührend umsorgt, gepflegt und verwöhnt. Um so amüsanter ist es nun, sie hier zu Hause zu erleben.....

Opas Musikgeschmack zum Beispiel zeigt seine Wirkung und es hat etwas durchaus Amüsantes, wenn eine Dreijährige zappelnd durch die Wohnung tanzt und dabei lautstark singt:


"Ihr tennt ELVIS, ihr tennt PINZ, ihr tennt HELMUT TOHL, ihr tennt Heino. STOP!!!, aber es gibt einen den tennt ihr noch nicht. Seit ihr heiß drauf? Jear!!! Ha Ha Ha, Hier tommt Turt, Hier tommt Turt, seit der Geburt heiß ich Turt, Hier tommt Turt, ist er tnackig hart wie Stahl, K= wie ternig und Tanone absolut und optimal, jeder tennt mich jeder will mich, ob aus LIEBE oder ZORN, wenn sie sehn was Turt für'n Terl ist, woll'n sie Turt sofort von vorn. Alle rufen, alle grooven, alle schuppen um mich rum, alle jodeln alle singen und nur ich allein bleib stumm! WARUM??? Es gibt nur eine Antwort Freunde: Hier tommt Turt!!!"

An dieser Stelle erfolgt dann Lenas Einsatz und gemeinsam singen sie weiter:

"Hier tommt Turt!!! Hier tommt Turt, ohne Helm und ohne Gurt, einfach Turt, der nicht quengelt und nicht murrt, ich bin Turt der toole, das Generve macht mich trank! Während andre unten wursteln, geh ich lotter oben lang, ich bin Turt der Brüller, absolut megatnall, Batman ist ein Pausenfüller gegen mich nur null und lall, bin der Schickeria Ting, jeder tennt mich ganz genau, nachts da such ich meine Sonne und Zuhause meine Frau, und träht der erste Gottel werd ich die Nacht verdaun, ich patt mich ins Solarium und S´schlaf mich duntel-braun! Alle hetzen, alle fetzen, alle gehen um mich rum, alle jumpen, alle reaggen und nur ich allein sitz rum. WARUM??? Das sag ich euch später, erst mal ein Solo, Paul!"

Nun ja. In diesem Sinne: Hier kommt Kurt!


augenBloglich 13.05.2005, 12.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

gewogen

Heute morgen zeigt die Waage 81,9 Kilo. Es wird Zeit für mich, die 80 wegzubekommen, eine 7 vorne stehen zu haben. Mein Etappenziel, dies bis Ende Mai zu schaffen, rückt in greifbare Nähe und ich bin froh darüber. Momentan kann ich mir kaum vorstellen, wo das ganze Fett saß, das ich bislang schon losgeworden bin, denn nach wie vor bin ich weit davon entfernt schlank zu sein.

Vor Weihnachten waren es in der Tat 97 Kilo, die ich auf die Waage brachte. Insgesamt kann ich also sehr zufrieden sein mit meinem Abnehmerfolg. Ich merke aber auch, dass ich ungeduldiger werde. Der Sommer rückt näher und ich würde sehr gerne zu Beginn der Sommerferien bei 75 Kilo (oder weniger) angekommen sein.
Das entspricht einer durchschnittlichen Wochenabnahme von ca. 1 Kilo. Mein Arzt hält das für realistisch und ich bin guter Dinge.

Mitterweile passen mir Hosen in Größe 44, eine sogar in 42 (!) *freu*. Meine 48er Hosen schlabbern, meine 46er ebenfalls. Das ist schon ein klasse Gefühl muss ich sagen.

Als es in den letzten Tagen so kalt war, habe ich wieder zu meinen Stiefeln gegriffen. Diese bekam ich nie ganz zu - jetzt geht das problemlos.
Zwar sind das alles nur "kleine" Erfolge, aber wenn sie sich summieren, motivieren sie zum Weitermachen......

augenBloglich 13.05.2005, 06.37| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25