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Einträge vom: 12.05.2005

widerlich

Ich empfinde es als schier unerträglich und geradezu widerwärtig, wenn man mir die Bluse anhebt, meinen Bauch tätschelt und dazu meint: "Oh. hast ja schon wirklich schön abgenommen!" Auch wenn das Kompliment durchaus ernst gemeint und die Tätschlerin eine sehr nahe stehende Verwandte ist: Das Gefühl ungefragt betatscht zu werden löst in mir einfach nur Schaudern aus.

augenBloglich 12.05.2005, 18.47| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

Saunagespräche

Gestern Abend in der Sauna sprachen mich zwei Frauen auf den MyLine Kurs an. Ich erzählte, wie es meine Art ist, rundheraus, dass ich nicht sehr viel von dem Kurs an sich halte und ihn nicht empfehlen kann. Wir kamen sehr nett ins Gespräch.

Später, unter der Dusche, sprach mich dann eine weitere Frau an, die zuvor still unserem Gespräch gelauscht hatte. Sie erklärte mir, sie wolle mir gerne ihren Leidensweg schildern, mal so als Gegenseite. Gegenseite zum Dicksein.

Und dann berichtete sie von ihrem dreijährigen Kampf zuzunehmen. 45 Kilo wog sie bei einer Größe von 1,70 m und sie schilderte mir eindringlichen ihren bitteren Weg, Pfund für Pfund zuzunehmen, an Gewicht anzusetzen, dieses dann auch zu halten.

Es war eine sonderbare Situation. Zwei nackte Frauen unter der eiskalten Dusche. Die eine sehr sehr schlank, um nicht zu sagen dünn, nahezu hager. Die andere mit einem dicken Bauch und einigem an Fett zu viel. Wir betrachteten uns ohne dass dies zu Gaffen geworden wäre und haben uns darüber ausgetauscht, welche Probleme Dünn- und Dicksein mit sich bringen.

Das war interessant. Ich kannte diese Perspektive nicht, habe nie darüber nachgedacht, dass das Körperliche ja auch in der anderen Richtung hin ein Problem darstellen kann.

Vielleicht klingt es seltsam, aber ich habe das Gespräch sehr genossen. Es war so ein Gespräch, das einen weiter bringt, eines, das ich mir in dieser Form für den MyLine Kurs gewünscht hätte. Und wieder einmal war ich froh, den Schritt gewagt zu haben, mich in diesem Studio anzumelden.

Da draußen sind so unendlich viele nette und interessante Menschen. Es macht unglaublich Spaß HERAUS zu kommen. Etwas, das ich wie irre vermisst hatte, den Wunsch aber nie zugelassen, offenbart habe.

Es ist nicht nur der Sport. Es ist mehr. Schwer, das in Worte zu fassen, aber ich fand den gestrigen Abend sehr bereichernd.

augenBloglich 12.05.2005, 15.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich

gestresst

Zwei kriegerisch gestimmte, krnakheitsbedingt lurrige Kinder morgens bis viertel vor sieben ausgehfertig zu machen, war ein Unterfangen, das mich heute morgen Schweiß und Nerven kostete. Endlich im Auto, dem Aufatmen nahe, musste ich jedoch feststellen, dass der Wagen komplett zugefroren war. Schön, so in aller Hektik und auf letzten Drücker, Mitte Mai (!) das Auto frei kratzen zu dürfen. Beschrien von den eigenen, bereits im Wagen sitzenden Kindern: "Mami, wann machst du endlich die Heizung an?"

Als ich endlich an der  Stätte meiner Arbeit ankam, atmete ich auf. Doch das Aufatmen war ein sehr kurzzeitiges, da man mir ein Projekt übertrug, von dem ich nicht die geringste Ahnung habe, das aber in der nächsten Woche durchgeführt und abgeschlossen werden muss. Somit weiß ich, womit ich die Pfingsttage fülle......

Nebenbei reihten sich mehrere Nachmittagstermine in der nächsten Woche auf, die mich vor schier unlösbare familienorganisatorische Probleme stellten.

Als das Telefon klingelte und ich meine letzte Pause einer unfreundlichen Dame widmen musste, die wichtige Unterlagen von mir verschlampt hatte, da war die Ausgangslage für dieses Gespräch nicht unbedingt rosig.

Ich fühlte, wie langsam aber sicher, eine kleine Stresswoge über mich schwappte. Dieses Gefühl kannte ich einst in und auswendig, in den letzten Monaten ist es mir glücklichweise fremd geworden. Obwohl es nur viele winzige Kleinigkeiten waren, die sich heute einfach summierten, brummt mir der Schädel und ich bin froh zu Hause zu sein, abschalten zu können.

Diese Augenblicke heute Vormittag haben mir aber auch bewusst gemacht, wie gut es mir an meiner neuen Arbeitsstätte geht. Dieses Stressgefühl hatte ich am alten Ort minütlich, nonstop, es verging nie. Hier, an der neuen Wirkungsstätte war es das allererste Mal, dass ich die Wohe über mich einbrechen sah. Und das, obwohl ich seit letztem Sommer dort arbeite.

Das Wissen darum hat mich ein wenig umgänglicher gestimmt. Ich fürchte zwar die nächste Woche, die wirklich bitter arbeitsam und organisatorisch heikel wird, aber sie wird vergehen. Und ich kann die Kleinigkeiten einzeln betrachten, nicht nur als Summe. Ich bin froh, dass mir das gelingt. Mittlerweile. Es hat lange gedauert, aber ich habe gelernt.

augenBloglich 12.05.2005, 15.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25