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Einträge vom: 06.05.2005

weitermachen

Natürlich bleibt nichts stehen. Nicht hier, nicht anderswo. Man hält in sich selbst einen Moment inne, immer mal wieder für kleine, kurze Augenblicke und macht doch weiter. Und, nehmen wir es wie es ist, es ist gut so.
Damit meine ich das Weitermachen, nicht das, was geschehen ist.

Und je näher man einem Menschen stand, desto mehr gerät die Welt aus den Fugen. Ich kannte sie nur von wenigen, sehr netten Momenten. Stehe weit weg, bin doch betroffen, im Sinne von angerührt, fassungslos, traurig.

Es rückt das eigene Leben in einen anderen Blickwinkel, weil die Zerbrechlichkeit des Glücks auf ganz heftige Weise transparent wird.

Und dennoch fühle ich mich nicht schuldig, wenn meine Gedanken sich schon wieder mit Profanen beschäftigen.

So ist es. Das Leben.


augenBloglich 06.05.2005, 18.20| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

gegangen

Du kommst nach Hause. Bist frohgelaunt. Es geht Dir gut. Du schreibst in deinen Blog. Du liest deine mails. Du liest, dass jemand gestorben ist. Einfach so. Ein junger Mensch. Ein Mensch, den Du fröhlich lachend vor dir siehst. Ein Mensch, den du ein, zweimal kennen lernen durftest, den du aus dem Internet "kennst", mit dem du etwas verbindest. Du denkst, jetzt bleibt die Welt stehen, aber im Hintergrund streiten deine Kinder. Du denkst, du musst alles anhalten, nichts darf sich mehr rühren und bewegen, aber an der Tür klingelt es. Du denkst, du musst in fassungslosem Schweigen verharren, aber das Telefon schrillt und dein Leben läuft weiter ohne Rücksicht.

Tausend Gedanken im Kopf und doch gähnende Leere. Worte, die nicht das ausdrücken, was sie ausdrücken sollen.
Es scheint alles andere in Nichtigkeit zu zerfallen.

Und dann kommt sie wieder über einen: Die große Hilflosigkeit. Nicht helfen können und doch helfen wollen.

Klein zu sein.

Bleibt, der Familie Hoffnung, Geduld und Liebe zu wünschen.
Bleibt, das das Leben für einen kurzen Moment auszublenden und dann weiterzumachen.
Bleibt, zu hoffen, dass da, wo sie jetzt ist, alles licht und froh ist.
Bleibt, einen lieben Gedanken zu schicken.
Bleibt, ein großes Nichts.
:°°°-((((

augenBloglich 06.05.2005, 15.09| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: WeltSchmerz

Pilates

Die Kinder im Kindergarten, ein freier Vormittag. Pünktlich um 9.00 Uhr stand ich am Fitnessstudio. Für heute stand etwas Neues für mich auf dem Programm: Pilates.

Der Kurs sollte um halb elf beginnen, vorher wollte ich mein "normales" Training geschafft haben. Während ich so auf dem Fahrrad meine 20 Minuten Runde absolvierte beobachtete ich die Kursteilnehmerinnen eines anderen Kurses namens: Fatburner. Schon allein das Hinsehen verursachte bei mir Schwindel und es stellte sich mir die Frage, wie man in der Lage sein kein, sämtliche Körperextremitäten im Takt zur Musik in diverse Richtungen zu verbiegen und zu schlenkern?

Fleißig machte ich also meine Runde und war kurz vor Kursbeginn fertig. Als ich den großen Saal betrat, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es gerade einen Unfall gegeben hätte und schon kam ein Rettungswagen. Eine Teilnehmerin war beim Schlenkern so unglücklich umgeknickt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Mir tat natürlich die junge Frau sehr leid, gleichzeitig wurde mir echt anders und ich war nahe davor zu flüchten.

Eine Freundin beruhigte mich, dass sei ja ein ganz anderer Kurs gewesen und auch eher selten, dass so etwas passiere. Ich kann nicht behaupten, dass mich das gänzlich beruhigte.
Noch einmal ganz anders wurde mir, als ich sah, wer den Pilates Kurs am heutigen Morgen leitete. Genau die Trainerin, der man nachsagt, dass ihre Kurse besonders anspruchsvoll seien.
Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand vorstellen kann, welche inneren Kämpfe ich da mit mir auszufechten hatte. Völlig beklommen war mir zu Mute und ich Mutlosigkeit und Angst machten sich in mir breit.

Es kam mir wie gerufen, dass man mir mitteilte, man müsse bei diesem Kurs die Schuhe ausziehen.
"Ich habe keine Socken mit!" frohlockte ich und fand diese Ausrede weltklasse, da sie der Wahrheit entsprach. "Na und?" kam als Gegenfrage, "machst du eben barfuß mit!" "Aber meine Füße stinken!" wandte ich ein, was aber sofort mit "Wir haben alle stinkende Füße!" abgetan wurde.

In erster Linie wollte ich vor mir selbst bestehen und entschied, ich könne den Kurs ja mal antesten und falls ich nicht klar käme einfach herausgehen......

Während all dieser Gedankenfluten stand ich also wartend da. Niemand konnte sehen, dass mich das Dasein allein viele Kämpfe und Argumente kostete. Niemand wird wahrscheinlich verstehen können, dass man sich "um so etwas" einen solchen Kopf machen kann.

Der Kurs begann. Leise, ruhige, sehr schöne Musik entspannten mich direkt. Die Übungen waren teilweise sehr anspruchsvoll, teilweise einfach nur entspannend. Zweimal musste ich klein beigeben. Das eine Mal, als es in den Bereich Liegestützen ging. Die ersten schaffte ich noch, beim zweiten Durchgang gab ich auf. Das andere Mal wankte ich leicht hin und her, als das rechte Bein (in stehender Posstion) von vorne um die linke Wade geschlungen werden sollte. Ich gab mein Bestes, aber da ich weder Schlangenmensch noch knochenlos, eher starr und unbeweglich bin, fand mein rechtes Bein nicht ganz den Weg um die linke Wade.

Egal. Mitmachen zählt und ich war am Kursende nicht nur völlig geschafft, sondern auch mächtig stolz durchgehalten zu haben. Der Kurs hat mir übrigens weitaus besser gefallen als der am Mittwoch Abend. Leider kann nicht nur freitags morgens ansonsten so schlecht....


augenBloglich 06.05.2005, 14.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich

Ernährung

Es ist im Grunde schon unglaublich, was so ein Körper alles mitmacht (mitmachen muss). Kaum vorstellbar, dass ich bis vor kurzem morgens eine Riesentasse Kakao getrunken habe, dann den weiteren Tag über rein gar nichts zu mir genommen habe - außer hin und wieder einen Schluck Wasser oder Milch - und abends, natürlich nach 18 Uhr, dann sämtliches kalorienreiche und meist fettige Zeugs in mich hinein gestopft habe.

Ich dachte, es fiele mir weitaus schwerer, mich komplett umzustellen.
Nun frühstücke ich morgens. Entweder zu Hause oder wenn ich das zeitlich nicht schaffe, dann zumindest in der Pause in der Schule.
Und zwar, man höre und staune, Vollkornbrot oder rohes Gemüse.
Ich bin nach wie vor kein großer Brotesser. Brot schmeckt mir nicht so recht, hat mir noch nie so recht geschmeckt.
Zum Mitnehmen ist es einfach praktisch und die Redewendung: Man gewöhnt sich an alles, trifft hier durchaus voll und ganz zu.

Ich trinke viel mehr als früher. Das lästige Mitbringsel, der daunernde Toilettengang, nervt mich schon sehr, das muss ich gestehen.
Wenn ich trinke, dann trinke ich Wasser. Mal löse ich mir auch eine Vitamintablette darin auf, aber die mag ich auch eher weniger, also kommt das selten vor.

Wenn ich Lust auf Milch bekomme, dann greife ich zu "Optiwell", die hat nur 0,1 % Fett und ich sehe zu, dass ich immer ein, zwei Tüten für mich im Haus habe. Die übrigen Familienmitglieder bekommen natürlich ihre "normale" Milch.

Mittags esse ich einen Salat, Rohkost oder auch mal einen Quark oder Yoghurt. Ich koche mittags seltenst, die Mädel essen im Kindergarten und nur für mich habe ich keine Lust großartig lange in der Küche zu stehen.
Da ich sowieso lieber "kalt" esse macht mir das also am wenigsten aus.

Abends bekommt die Familie ihr Abendbrot, ich esse erneut Rohkost, Salat, eine Scheibe Brot oder ähnliches. Nach 18 Uhr esse ich gar nicht mehr. Das hat bislang recht gut geklappt.

Der Verzicht auf Süßigkeiten fällt mir zur Zeit noch sehr leicht. Das ist am Anfang eines Abnehm Hypes wahrscheinlich sehr normal. Ich habe keine Ahnung, wann der Einbruch kommt, ob er kommen wird und was genau ich dann machen werde.
Zur Zeit haben wir nichts, was ich gerne esse (diesbezüglich) im Hause.

Ab und an trinke ich aber auch so ein MyLine Shake. Das ist super lecker und schmeckt wie ein Milchshake. Damit rette ich mich gut über etwaige Süßattacken - nehme ich an.
Das Zeug ist wahrscheinlich reine Geldschneiderei, aber ganz ehrlich, das ist mir in diesem Falle echt egal.
;-)

Mit diesem Essensprogramm halte ich mich nicht an die MyLine Spielregeln. Ich müsste nach den Rezepten aus dem Buch kochen und das ist mir zu mühsam. Ich habe keine Lust nach ganz korrekten Listen einzukaufen. Ich habe keine Lust auf Abwiegen und Messen und genaues Zubereiten nach Plan.
Das stresst mich und das tue ich mir einfach nicht an.

So klappt es auch und zwar vorzüglich. Ich habe keinen Hunger, ich bin stets satt. Ich zähle nur ganz grob die Kalorien, überschlage sie im Kopf und bemühe mich, nicht unbedingt über 1000 am Tag zu kommen.

Natürlich werde ich nicht wieder den Fehler machen und das so in der MyLine Gruppe schildern. Abweichungen vom Programm sind da nicht zu unbedingt vorgesehen - so zumindest erscheint es mir.

Da ich aber einen für mich gangbaren Weg finden musste, konnte ich wenig Rücksicht auf MyLine nehmen.
Ich habe genug zu organisieren. Das Essen darf einfach nicht noch ein weiterer Organisationspunkt in meinem Leben sein.

augenBloglich 06.05.2005, 07.15| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

gewogen

82,7 Kilo
Damit dürfte mein Etappenziel, Ende des Monats unter 80 Kilo zu kommen in realistische Nähe gerückt sein!
*freu*

augenBloglich 06.05.2005, 06.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25