Bei Bachmann Luzern - man sollte es kaum glauben - gibt es eine wahre Fülle an Osterhasen. Sozusagen für Jedermann. Schwer beeindruckt haben mich die Modelle "Hausfrau", "Internet" und "Schnappi"......



augenBloglich 13.03.2005, 20.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Schmunzelwertes
Was hab ich mir nur jetzt wieder eingebrockt? Heute morgen nahm ich es erstmals zur Hand und schon spürte ich diesen hypnotischen Sog. Dagegen kann ich mich locker wehren - so dachte ich - habe ja schließlich noch eine Menge anderer Dinge zu tun. Ich tat die anderen Dinge und huschte immer wieder zurück in jene Ecke, die mich so magisch anzog. Dort auf dem Sofa lag es, tat ganztägig sehr harmlos und unbedarft, so als, könne es kein Wässerchen trüben. Fiel man darauf hinein, kam man nicht wieder weg. Seite um Seite wurde man mehr und mehr gefesset und nahezu gewzungen, Kapitel für Kapitel zu verschlingen. Also läuft man mit Buch in der Hand durch die Wohnung, reagiert irritiert auf die Bedürfnisse der Mitmenschen, gibt vage Antworten, die auf jedwege Frage rein prophylaktisch zutreffen könnten und heftet seinen Blick fest und unumstößlich auf die Buchseiten.
"[Envy] - Neid" - Ich kann es nicht mehr aus der Hand legen, der Sog ist stärker. Wahnsinn!
augenBloglich 13.03.2005, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Ich habe heute erstmalig die Gelegenheit genutzt und mich auf nahegelenen Kinderkleidermärkten umgesehen. Das Ganze war ein außerordentliches Erlebnis muss ich sagen.
Zum einen gab es jene Verkäuferinnen, die versuchten, mir klar zu machen, das ein verwaschenes, gammeliges KIK Sweatshirt mit Sicherheit noch 4 Euro Wert sei und äußert beleidigt waren, so ich denn dieses unglaubliche Angebot ausschlug.
Dann gab es ein paar männliche Verkäufer, die so gar keine Preis-Leistungsverhältnis- Ahnung hatten und grundsätzlich jedes Teil für 50 Cent verrammschten. (Ähem, ich habe dort ein wenig zugeschlagen und die Tatsache genutzt, dass die Männer keine Ahnung hatten, welche "Schätzchen" ihre Frauen ihnen zum Verkauf mitgegeben hatten!)
Nicht zu vergessen dann die Verkäuferinnen, die gebrauchte Markenteile anboten, immer wieder auf die Marke hinwiesen, aber ganz offensichtlich vergessen hatten, was die Teile einst im Laden kosteten.
Besonders amüsant fand ich die Dame, die mir einen schnuckeligen kleinen Esprit Rock (gebraucht) für läppische 25 Euro anbot. Den Rock hielt ich neulich als Neuware in einem hiesigen Geschäft in Händen. Dort wollte man 12 Euro für das Teil. Was mir allerdings für das winzige Stückchen Stoff dann auch schon zu teuer war.
Alles in allem hat sich mein erster Gang zu solchen Märkten gelohnt. Und ich habe für wenig Geld ganz schöne und bestens erhaltene Sachen für unsere Mädel erstehen können.
Übrigens hatte ich den Eindruck manchmal einen Mitleidsbonus zu bekommen. Da ich ja immer noch mehr als schlecht Luft bekommen (ich selber habe mich allerdings daran gewöhnt), klingen meine lautstarken Atemgeräusche immer sehr furchtbar und neben kritischen und skeptischen Blicken, spüre ich auch stets und ständig das Mitleid meiner Mitmenschen, die anscheinend stets das Gefühl haben, ich müsste gleich umkippen und ersticken.
Dabei geht es mir schon ein wenig besser. Ich habe gelernt mit dem derzeitigen Atemringen zu leben.
Gibt Schlimmeres, glaube ich.
augenBloglich 13.03.2005, 17.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
"Das Mädchen im roten Mantel" ist ein derart intensives Buch, das mehr als nur betroffen macht. Man möchte das Buch wegwerfen zerreißen, aus dem Weg räumen, gleichsam als könne man damit ungeschehen machen, was doch wahr ist und Teil einer erschreckenden Historie unseres Landes.
Es gelingt mir immer nur, etappenweise in dem Buch zu lesen. Es nimmt so gefangen, es macht so hilflos, es erschüttert. Man liest in dem Bewusstsein, dass die Schrecken des Buches, reale Schrecken waren. Man liest und kann es kaum fassen, nicht begreifen. Möchte nicht glauben dürfen und weiß doch Bescheid.
Ich brauchte eine Pause von dem Buch. Eine Pause, die die Menschen damals nicht hatten. Eine Auszeit allein vom Lesen. Eine Auszeit, die jenen Menschen nicht vergönnt war.
Ich schnappte mir vorgestern, als sich mir während des Lesens Steine auf die Seele legten, ein ganz anderes Buch. Eines, das nur dem einen Zweck diente: Der Ablenkung.
Ich las "Das Blutmal" von Cathy Vasas-Brown im Schnelldurchgang.
Ein ganz gängiges Buch, wie es gerade beliebt ist. Ein Serienmörder, einkauziger aber sympathischer Inspector, eine wunderschöne Frau, viele sympathische und unsympathische Nebencharaktere und das Spiel mit der Zeit.
Weitaus besser geschrieben als die Bücher von Mo Hayder. Sofort, trotz aller gängigen Klischees, fesselnd und kurzweilige, sehr spannende Stunden bescherend.
Und auch heute ist mir noch nach Spannung, von der ich weiß, dass sie fiktiv ist. Ich habe mir gerade "Envy [Neid]" von Sandra Brown gegriffen. Die ersten dreißig Seiten sind mehr als vielversprechend eben weil sie nicht dem herkömmlichen, oben beschriebenen, Muster gleichen.
Und heute Abend schaue ich dann wieder der Realität ins Auge und beende "Das Mädchen mit dem roten Mantel"!
augenBloglich 13.03.2005, 08.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher