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Einträge vom: 06.03.2005

ich egoistische böse Frau, ich

Ich bin krank. Ich streue Bazillen, Viren und weißdergeier was sonst noch um mich herum aus. Mein virenverseuchtes Husten wird selbst mit vorgehaltener Hand Kreise ziehen. Ich werde andere Menschen anstecken, die Krankheit verbreiten. Und dennoch: Ich werde gehen!

Seit Monaten war ich nicht mehr raus. Seit Ewigkeiten nicht mehr gemeinsam mit meiner besseren Hälfte.

Zu Weihnachten bekamen wir Karten für eine nahegelegene Variete Show. Gute Freunde ebenfalls. Mich interessiert das Variete nicht. Aber es gibt dort leckeres Essen. Und: Ich bin raus. Ich bin nicht zu Hause. Ich bin kinderlos. Ich sehe mal etwas anderes. Ich kann mich ungestört unterhalten.

Meine Welt dreht sich wieder.

Es ist mir gänzlich egal, wen ich alles anstecken werde. Ich lass mir diesen Abend nicht nehmen. Auch nicht durch so olle Viren. Durch die schon gar nicht. Neee.

augenBloglich 06.03.2005, 15.15| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Pssst!

Ich verrate noch etwas. Es scheint, als blieben unsere Kinder bis morgen bei Oma und Opa.

:-)

augenBloglich 06.03.2005, 13.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

zwanzigeins

Pisa treibt die dollsten Blüten. So viel steht fest. Irgendworan muss es ja liegen, dass wir nicht richtig prickelnd abgeschnitten haben. Gründe finden sich ausreichend. So viel steht ebenfalls fest.

Zum Beispiel die Deutsche Zahlensprechweise. Ist sie ein Grundübel des Deutschen Schulsystems? Nun, ich vermag das nicht zu beurteilen, habe mich aber gerade bei zwanzigeins kundig gemacht.

Interessant dort, die Briefe an das Kultusministerium und deren Antworten.

Ich stelle mir gerade vor, was hier im Falle einer Umbenennung los wäre. Man denke nur daran, dass bis heute einige Menschen nicht in der Lage sind - und sein möchten - die Neue Rechtschreibung zu praktizieren.

Mir scheint das Chaos vorprogrammiert.

 

augenBloglich 06.03.2005, 11.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wissen

Baudolino

Jetzt habe ich schon manches Mal bei buchticket einen richtigen "Schatz" ergattern können. Gestern kam hier eine wunderschöne Hardcover Ausgabe von Ecos "Baudolino" an. Das Buch sieht aus wie neu.

Es liegt nun ganz zuoberst auf meinem SUB.

augenBloglich 06.03.2005, 10.27| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

Kopfkarussell

Mitten im Schreiben einer mail musste ich mir gerade eben die Nase putzen. Mit einem Male spürte ich, wie in meinen Ohren etwas mit dem "Druck" passierte und mirnichtsdirnichts drehte sich alles. Da war kein Halten mehr. Wie irre kreiste das Zimmer um mich herum, der Rechner, sogar einzelne Körperteile und ich gestehe, ich geriet in Panik. Zwar sagte ich mir ständig: "Ganz ruhig" vor, war aber im Begriff hysterisch zu werden, denn nichts empfinde ich als schlimmer, als Schwindel, diese Haltlosigkeit, dieses beständige Drehen, schneller werdend und dieses keinen festen Punkt mehr zur Orientierung zu haben. Zudem hatte ich den Eindruck, ich müsste mich jederzeit übergeben. Mein ganzes Bestreben galt dem, mich aus dem Arbeitszimmer zu entfernen und irgendwie ins Bad zu gelangen.

Eigentlich damit beschäftigt, meinen Atem unter Kontrolle zu bringen und zu halten, war dieser Schwindel jetzt eindeutig zu viel und mir entglitt die Kontrolle. Das war ein ganz furchtbares Gefühl. Ich wankte  - irgendwie - ins Bad, stützte mich an Wänden und sonstwo ab und fragte mich, was da mit mir und meinem Kopf passiert.

Hätte ich die nötige Luft gehabt, hätte ich geschrien, aber so setzte ich mich einfach auf den Boden und versuchte mich zu beruhigen. Erneutes Schnupfen brachte nicht den gewünschten "Druckausgleich" (??) und so blieb mir nur: abzuwarten.

Irgendwann, es erschien mir, als seien Stunden vergangen, dabei müssen es wenige Minuten gewesen sein, klickte es im rechten Ohr und das Kreisen wurde langsamer, nahm ab.

Mir ist immer noch übel. Ich wage auch nicht, noch einmal zu schnupfen und die Panik verlässt meinen Körper auch nur langsam.

Himmel, war das ein furchtbares Gefühl.

augenBloglich 06.03.2005, 07.38| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

kinderlos

Es ist so schön, einmal nicht von quietschfidelen und fordernden Kindern aufgeweckt zu werden. Es ist so schön, nicht gleich Wünsche und Bedürfnisse stillen zu müssen. Es ist so schön, in einer ruhigen Wohnung zu erwachen und tun zu können, was man möchte, ohne Rücksicht auf irgendwen nehmen zu müssen.

Die Kinder scheinen tatsächlich bei ihren Großeltern geschlafen zu haben. Ich kann kaum glauben, dass nicht doch ein "Ich will zurück" Anruf erfolgte, dass sie BEIDE wirklich dageblieben sind.

Und ich, ganz Rabenmama, ich genieße das so sehr. Den Morgen ganz für sich haben zu können ist für mich das größte Geschenk. Es ist nicht, wie bei anderen, der Abend. Am Abend bin ich müde, ausgelaugt, groggy. Morgens aber, morgens öffnet sich mir das weite Feld von vielen Gedanken und Möglichkeiten.

Ich genieße das.

augenBloglich 06.03.2005, 06.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

asthmatische Gedanken

Mein asthmatisches Gekeuche treibt mich aus dem Bett. Das Liegen verschlimmert die Atemnot, ich bemühe mich krampfhaft, den Sauerstoff in meinen Körper und vor allem auch wieder hinaus zu bekommen. Jeder Atemzug ist schweißtreibend, schmerzhaft und mühsam. Natürlich weiß ich, was ich zu tun habe. Aber das Wissen darum macht es nicht weniger anstrengend aufzustehen, die wenigen Schritte keuchend zu gehen. Husten schüttelt mich. Es ist, als müsste ich mir etwas aus der Seele husten, das noch viel zu fest sitzt, um an die Oberfläche zu gelangen.

Zum zigsten Mal in meinem Leben frage ich mich, ob mein Gewicht etwas mit dem Asthma zu tun hat und zum zigsten Male rufe ich mir ins Gedächtnis zurück, dass ich bei 30 Kilo weniger kaum jemals Asthmaprobleme hatte.

Dies allein sollte Grund genug sein, endlich abzuspecken, aber der Gedanke wird augenblicklich weggehustet.

Ich kenne das Fiepen und Piepen schon, die unangenehmen Geräusche, die es verursacht, wenn man um Luft ringt. Sitzend geht es einfacher. Geht es leichter. Nur keine Bewegung zu viel machen.

Ich nehme es hin, wie ich vieles hinnehme. Im Bewusstsein, etwas verändern zu können, wenn ich nur endlich aktiv werden würde. Dann wieder überfällt mich der Gedanke: Es ist nur der aktuelle Infekt, das Fieber, der eitrige, hartnäckige Schnupfen. Der zusitzende Kopf.

Es ängstigt mich längst nicht mehr, das Hinein- und Herauspressen der Luft, des Atems. Die Furcht vor meinem Ersticken haben lediglich die Menschen, die hilflos zusehen, wie ich beengt und krampfhaft bemüht atme. Sie lassen sich nicht so leicht beruhigen, diese Menschen, mag sein, der Eindruck des Erstickens liegt wirklich nahe.

Aber das ist Unsinn. So schnell erstickt man nicht. Die Luft findet ihren Weg, nur braucht sie länger und es kostet eine Menge Kraft. Der Vorgang des Atmens ist mit einem Male kein unbewusst, selbstverständlicher mehr. Man keucht sich von Atemzug zu Atemzug und ist froh um jedes weitere Fiepen und Keuchen und Ächzen. Denn es heißt schließlich nichts anderes als: leben und zudem: irgendwann wird es auch wieder besser.

Hier im Sitzen geht es. Die Bewegung meiner Finger auf den Tasten macht keine große Mühe, ich fiepe sehr regelmäßig und habe das Atmen unter Kontrolle. Sobald ich aufstehe ist das etwas anderes. Die Kraft, die mein Körper zum Atmen benötigt, fehlt an anderer Stelle und so bewege ich mich während dieser Asthmaprobleme gleichsam wie eine Greisin, der es Mühe bereitet, Fuß vor Fuß zu setzen.

Ich muss mich festhalten, langsam gehen, Schritt für Schritt, immer darauf achtend, dass mein Keuchen mit mir Schritt hält.

Man fühlt sich alt. In diesen Augenblicken. Furchtbar alr. Alles Junge, Dynamische - sollte es je vorhanden gewesen sein - ist einem dann abhanden gekommen. Man ist auch nicht gerade auf der Suche danach. Wichtig ist einzig das Hereinziehen der Luft, das Bezwingen der Enge, das Durchdringen, der zugemüllten Luftkanäle.

Und das Wissen darum: Irgendwann ist dieser Moment auch wieder vorbei!

augenBloglich 06.03.2005, 06.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25