Herrlich, ich amüsiere mich gerade königlich. Nachdem ich gerade sämtliche Schubladen unseres Arbeitszimmers hektisch durchwühlt habe (auf der Suche nach beruflichen Unterlagen) fand ich eine alte Cassette.
;-)
Leider steht kein Datum mehr drauf, es muss aber so rund 1993 oder so gewesen sein. Damals gab es jedenfalls noch die Sendung "Hallo Ü-Wagen" oder so, aif WDR 2 mit Carmen Thomas.
Irgendwann stand der Ü-Wagen in unseren Gefilden und ich bin (gemeinsam mit einer lieben Freundin) dort hin gegangen. Das Thema lautete: "Der innere Schweinehund".
Ich stand im Publikum, das weiß ich noch genau. In einer Werbepause streunte Frau Thomas durch die Reihen der Zuschauer und sprach mich an, ob ich nicht Lust hätte mit nach oben zu kommen und mich zum Thema zu äußern.
Mein narzisstisches ICH fand das wunderbar. Die Cassette enthält die damalige Sendung und meine amüsanten Äußerungen zu Thema.
Auf die erste Frage von Frau Thomas, was mir denn zum Thema einfiele, sprach ich langsam und würdevoll *gacker* ins Mikrofon:
"Also mir fiel da spontan mein früherer Schwimmtrainer ein. Er erklärte uns immerzu, wir müssten unseren inneren Schweinehund überwinden und das Training regelmäßig und ernst betreiben. Nur, das war gar nicht mein Schweinehund, den ich zu überwinden hatte. Denn ich wollte weder schwimmen, noch trainieren. Es war wohl eher der Schweinehund meines Trainers."
Schon damals wusste ich leicht, den Schuldigen auszumachen!
*gg*
augenBloglich 26.02.2005, 20.05| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Vergangenheit
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Glück allein von äußeren Faktoren abhängig ist. Ich glaube vielmehr, Glück ist ein Zustand, den man nur empfindet, wenn man sich selber öffnet und versucht, aus den äußeren Umständen das Beste heraus zu holen. Glück, das ist doch etwas, was man nur empfinden kann, wenn man aktiv wird. Es kommt doch nicht passiv über einen, gleichsam wie bei der Goldmarie in Form eines Goldregens.
Zum Glücklichsein gehört die richtige Einstellung. Das Hadern und Jammern, das Mitsichringen und Zaudern wird uns nie zum Glück führen. Eher das Sehen und Entdecken all dieser wunderbaren Lebensmomente. Unabhängig vom Körperlichen, vom Dick- oder Dünnsein, unabhängig vom Materiellen, vom Reich- oder Armsein, unabhängig von all dem, was uns - wie es scheint - glücklich machen soll.
Vielleicht ist Glücklichsein gar nicht nur das warme, durch den Körper rieselnde Gefühl, das wir festhalten möchten, weil es uns so gut tut, uns wärmt, uns Hoffnung gibt, uns jubeln lässt. Vielleicht gehört ja auch ein ganzes Stück Kopfdenken dazu. Das genaue Hinsehen, das Wahrnehmen vieler Details, die wir gerne übersehen.
Vielleicht liegt es einfach nur an uns, glücklich zu sein!
augenBloglich 26.02.2005, 19.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Gerade eben ist Sophia vom Stuhl gefallen und ganz arg übel mit dem Kopf zuerst auf unseren Fliesenboden aufgeschlagen. Obwohl sie jetzt bereits friedlich schläft, mache ich mir Sorgen, ob sie nicht eine Gehirnerschütterung oder so abbekommen haben könnte......
augenBloglich 26.02.2005, 19.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Wieder ein Beispiel für ein Buch, das in der Clubausgabe ein wesentlich ansprechenderes Cover hat, als im "Original".
Allerdings habe ich mich da (mal wieder) vom Coverbild blenden lassen und stecke nun in einem Roman, mit dem ich nicht so recht warm werde.
Mag sein, dass meine Ansprüche einfach zu hoch liegen, aber manchmal frage ich mich wirklich, was Menschen dazu bringt, Bücher zu schreiben, die vor Spracharmut strotzen?
Sprache, das ist doch phantasievolles Leben, eine Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten. Sollte in einem Buch nicht eine ganze Palette von Möglichkeiten genutzt werden, um das Geschriebene farbenfroh und lebendig vor den Augen der Leser entstehen und wachsen zu lassen?
Wenn eine an sich gut Geschichte, dann fad und grau, geradezu lustlos vor sich hindümpelt finde ich das immer wieder äußerst traurig.
Allerdings vermag ich nicht zu beurteilen, welchen Einfluss die Übersetzung diesbezüglich nimmt.
Lesen. Weglegen. Vertauschen. Vergessen.
augenBloglich 26.02.2005, 16.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Heute Nacht träumte ich, meine Mutter erwähnte in einem beiläufigen Nebensatz, ich sei die Tochter des benachbarten Alkoholikers. Im Traum schien dies alles stimmig und schlüssig. Ich entsinne mich, dass ich es heute Nacht ganz furchtbar fand, erst mit 35 zu erfahren, dass der Nachbar mein leiblicher Vater sein soll. Es war schon so, dass ich um die Adoption wusste, aber eben das mit dem Nachbarn, das war gänzlich neu.
Nein, ich glaube nun nicht, dass die Nachbarn meiner Eltern, meine leiblichen Eltern sind. Es erstaunte mich vielmehr davon zu träumen. Niemals zuvor fand meine eigene Adoption in irgendeiner Weise Eingang in meine Träume.
Dieser Traum hat es auch nicht vermocht, meine Neugierde zu wecken. Nach wie vor verspüre ich keinerlei Empfinden, keinen Wunsch, mich auf die Suche nach meinen leiblichen Eltern zu begeben. Neu jedoch ist der Gedanke daran, wie meine Mutter wohl die Schwangerschaft mit mir empfunden haben muss.
Gestern Nacht stellte sich mir die Frage, ob der gerundete Bauch jemals Streichler hat erfahren dürfen?
Ich stelle es mir ganz furchtbar vor, eine Schwangerschaft zu durchleben, in dem Wissen, das von mir zur Welt gebrachte Kind, zur Adoption frei zu geben. Nach der Geburt nicht zu sehen zu bekommen. Es für immer aus den Augen zu verlieren.
Entweder es steckt eine enorme Großherzigkeit dahinter oder aber ganz extremer Druck. Vielleicht gar beides gemeinsam.
Letztlich spielt das in meinem Leben keine wirkliche Rolle. Eltern, das sind mir "meine" Eltern und die Tatsache, dass sie die Schwangerschaft mit mir nicht mitbekommen haben, mir nichts "vererben" können im ursprünglichen Sinne war und ist bislang noch nie ein Thema für mich geworden.
Denn mitgeben und vererben können sie mir so viel und haben sie mir so viel, dass der Gedanke an Leiblichkeit zur Nebensächlichkeit degradiert wird.
augenBloglich 26.02.2005, 08.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken