Immer wieder sind mir Worte begnet in meinem Leben, die ungefähr dies meinen:
Träume nicht dein Leben - lebe Deinen Traum!
Und immer wieder sind dies genau die Worte, die mir in letzter Zeit durch den Sinn gehen, mich beschäftigen und mich zur Aktivität drängen.
Ich habe viele meiner Träume gelebt, lebe einige immer noch, träume jedoch andere vor mich hin, ohne aktiv zu werden, ohne sie in die Entstehungsphase zu bringen, ohne ihnen näher zu kommen. Vielleicht liegt das daran, dass gelebte Träume manchmal einfach ihren Glanz verlieren. Ihr schillerndes, wärmendes Dasein. Dass sie (leider) einfach zu Selbstverständlichkeiten werden, sich dem Alltag eingliedern - unterordnen ?
Es hat so etwas Herrliches, in der Dunkelheit, im schützenden Bett zu liegen und seinen Vorstellung, seiner Phantasie, seinen Träumen freien Lauf zu lassen. So im Kopf steckt wenig Arbeit hinter der Erfüllung der Träume. Kaum Mühe macht es, die eigene Vorstellungskraft zu aktivieren und sich Traumschlösser zu bauen.
Morgens nach dem Aufstehen verspüre ich dann noch den Hauch meiner vielen Ideen und Träume. Doch im Alltagstrubel geht dieser Hauch meist viel zu rasch verloren und erst am Abend, erneut in der Dunkelheit, im Bette liegend, nehme ich mir Zeit für diese Träume.
Zu erkennen, dass dies der falsche Weg ist, das ist die eine Sache. Anfangen auch weitere Träume zu leben eine ganz andere Sache.
augenBloglich 11.01.2005, 12.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Lena beschäftigt das Geschehen in Asien sehr. Sie hat am Rande einiges mitbekommen und täglich bringt sie das Gespräch auf das Seebeben und "die böse Welle", die verstorbenen Menschen, die Kinder, die Eltern verloren haben und umgekehrt. Gestern Abend erklärte sie mir dann:
"Weißt du, Mama, ich hatte ja den lieben Gott auch meinen Wunsch gesagt. Nämlich ich will ja, dass mein Spielzeug -Dino echt wird und mein kleiner Freund ist. Weißt du, Mama, der ist immer noch nicht echt. Bestimmt ist das, weil der liebe Dott detz so viel zu tun hat. Wegen der Welle. Der liebe Dott tonnte ja nicht schnell denug da sein und detz sind die alle tot die Menschen und die, die nicht tot sind, die haben nichts mehr, Mama, dar nichts. Und detz muss der liebe Dott die Menschen da erst wieder dlücklich machen. Der hat detz teine Zeit für meine tleinen Wünsche. Aber das macht nichts, Mama. Hauptsache wir waren nicht in der Welle. Wir waren ja hier und hier tommen teine Wellen. Mama, da haben wir aber dlück dehabt!"
augenBloglich 11.01.2005, 12.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs