"Mama, ich will endlich mal wieder die Wittie im Fernseh sehen!", verkündet Lena schmollend, so als wäre ich für das KiKa Programm verantwortlich.
"Ich weiß nicht, wann der Wicki wieder gezeigt wird, Schatz!"
"Mama, du musst die Wittie sagen, die ist doch ein Mädchen!"
"Wickie ? Nein, Wickie ist ein kleiner Junge!"
"Neihein, das weiß ich wohl, ein Mädchen!", spricht unsere Tochter in einem Tonfall, der wohl keinen Widerspruch mehr erlauben soll.
"Nein, ein Junge, ich bin mir ganz sicher!", versuche ich mein Glück dennoch, was zur Folge hat, dass Lena in Tränen ausbricht und ihre Schwester um Hilfe bittet:
"Detz sach du doch mal der Mama, dass Wittie ein Mädchen ist!", fordert sie energisch auf und Sophia - ganz brave, kleine Schwester - schreit:
"Die Wittie ist ein MÄÄÄÄÄÄÄDDCHHHEN! Ja, das stimmt wohl. Die Lena hat recht!"
"Mag sein, dass er aussieht wie ein Mädchen, aber es ist ein Junge, nämlich der Sohn von Halva!"
Lautstarkes Geheule aus zwei Mädchenkehlen.
"Neihein, NEIHEIN und nochmal Neiheeeeein! Ich frag detz mal den Papa!", sagt Lena und schreitet laut weinend zur Tat:
"Papa!" *schluchz "Papa, die Wittie ist doch ein Mädchen, oder ?" *schluchz*
"Nein, ein Junge, Lena!", höre ich die Antwort.
Erzürnt und voller zerbrochener Kindheitsträume schreit unser Wickie Fan nun:
"Dut, dann spiel ich eben nie nie wieder mit euch. Niemals mehr. Ich bin auch dar nicht mehr eure Freundin. Wenn ihr sadt, die Wittie ist ein Junge, dann wisst ihr nämlich DAR NIX und ich weiß das wohl. So und deshalb red ich detz auch nicht mehr mit euch!"
augenBloglich 20.11.2004, 21.39| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Gestern fiel mir das nebenstehend abgebildete Buch per Post in die Hände. Da ich hin und wieder, leider eher sporadisch und unzuverlässig, für das krimi-forum Bücher lese und rezensiere, kommen hin und wieder eben Krimis aller Art bei mir an.
Ich las den Rückseitentext dieses Buches und dort stand unter der üblichen Inhaltsangabe folgendes Zitat:
"»Leo Piepenstock ist eine Figur, wie man sie sich in solchen Romanen wünscht. Zwar selbstbewußt und auf eigenen Beinen stehend, gescheit und attraktiv, dennoch mit einem Hauch von Selbstzweifel behaftet, der die Sympathie für die engagierte Amateurdetektivin noch steigert.« krimi-forum
Gefiel mit gut das Zitat und dann gerieten Buch und Zitat in Vergessenheit. Bis, ja bis ich heute morgen ins Stutzen geriet und mich dunkel erinnerte. Das waren tatsächlich Worte aus meiner Rezension. Sicherheitshalber las ich noch einmal nach, kontrollierte und: tatsächlich ! Selbstverständlich laufe ich nun mit stolzgeschwellter Brust (oder muss es geschwollener heißen ?) durch die Gegend und konnte nicht umhin, diese immens weltbewegende Neuigkeit auch hier zu verkünden.
Und nun widme ich mich diesem Buch, werde es lesen und natürlich (!) rezensieren. Ach übrigens, im krimi-forum findet man meine Rezensionen unter "Kalle Blomquist".....
augenBloglich 20.11.2004, 11.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher