Wie oft habe ich schon nachgedacht in meinem Leben über dieses eine kleine Wörtchen und das, was es beinhaltet: Glück. Jetzt, in diesem Moment, in diesem Augenblick meines Lebens kann ich voll tiefster und innerster Überzeugung sagen, dass ich gelernt habe, das Glück meines Lebens zu sehen. Es wertzuschätzen, es bewusst wahrzunehmen, es zu genießen und es auch wieder loslassen zu können, für traurigere, unglücklichere Momente.
Das, was ich einst vom Glück erwartete, dieses Große, dieses Riesige, dieses Allumfassende - ich habe gemerkt, dass nicht dies mein wahres Glück ist und sein wird, sein kann.
Glück, das sind die winzigen Augenblicke, die einen wie warme Sonnenstrahlen durchleuchten, die einen wärmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Momente, die einen niemand mehr nehmen kann, weil sie sich einbrennen in unser Herz und in unsere Erinnerungen. Weil wir von ihnen zehren, in den Augenblicken, in denen nicht die Sonne für uns scheint.
Ich habe nicht immer so empfunden. Vielleicht muss es einem eine Weile schlecht gehen, um genießen zu können, wenn Momente sorgenfrei und beschwingt über uns hereinbrechen.
Vielleicht beinhalten ja auch Sorgen und Nöte, Kummer und Ängste kleinere Glücksmomente, nur, wir haben noch nicht gelernt, sie zu sehen.
Ich bin glücklich - trotz (oder gerade wegen) all der Kümmernisse, die mich hin und wieder bedrängen, die ich nie ganz aus meinen Gedanken verscheuchen kann, aber die ihren Schrecken verloren haben, weil ich heute weiß, dass sie ein Teil von mir sind!
augenBloglich 14.11.2004, 12.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Rein und schneeweißbepudert lag der Christstollen mir mit einem Male vor Augen. Es waren meine Sinne, die mich übelst täuschten. Ich konnte förmlich den Geschmack des drögen Teiges, der bröselig in meinem Munde liegt und erst dann richtig lecker wird, wenn sich das Marzipaninnere mit ihm vermengt, schmecken und so konnte meine Hand nicht anders, als zuzupacken und den weißen Hügel in den Einkaufswagen zu legen.
Nun liegt das Teil hier in der Küche. Es ist Mitte November. Ich, dich ich mich stets über die frühen Weihnachtsregale in den Supermärkten ärgerte, gehöre nun zu jenem Teil der Bevölkerung, die sich schuldig gemacht hat und das frühe Aufstellen und Anbieten mit verursacht.
Och, es ist nicht so, dass ich nicht damit leben könnte (mal wieder) eines meiner Prinzipien gebrochen zu haben [seit ich Kinder habe, tue ich genau dies ununterbrochen] - nein, ich ärgere mich vielmehr darüber, wie ich mir habe suggieren lassen, ich möge Christstollen.
Er sieht schön aus, wie er so da liegt. Er hat so etwas bezaubernd Reines und Weißes und Weihnachtliches. Aber mal ehrlich - er ist und bleibt dröge und bröselig und krümelig und überhaupt.
Erwähnte ich, dass ich keinen Christstollen mag ?
augenBloglich 14.11.2004, 12.12| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
"Mama ?"
"Ja, Lena ?"
"Mama, wann deht deine Brust denn endlich mal wett ?"
"Was meinst du denn mit *weg* ?"
"Ja, also, wett eben. Tuck mal. Wir sind ja detz dar teine Babys mehr. Wozu brauchst du denn dann noch die ditte Brust?"
"Die Brust behält man als Frau in der Regel!"
"Für immer ?"
"Ja!"
"Boaaaaaah."
"Mama, ich willnich sone Brust habn. Mama, ich find die eklig." setzt Sophia den Schlusspunkt.
augenBloglich 14.11.2004, 07.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs