Meine Haare haben eine geschätzte Länge von 3 cm. Ich halte sie für kurz. Ich behaupte mal, die meisten anderen Menschen würden mich als kurzhaarig bezeichnen. Dies nur so vorweg.
Heute, an meinem herrlichen leichten, beschwingten Nichtstutag beschloss ich, dass meine kurzen Haare noch etwas kürzer werden müssten und suchte einen Friseur auf. Da die Friseuse meines Vertrauens nicht mehr die Friseuse ist, die zu meinem Geldbeutel passt, zog ich es vor, die neu sprießenden Billigsalone zu mustern.
Ich entschied mich schnell für einen, der waschen-schneiden-föhnen für 19 Euro anbot und das OHNE Terminabsprache. Es war neun Uhr morgens, der Salon war leer.
Ich trat ein und äußerte meinen Wunsch nach waschen-schneiden-föhnen.
"Jetzt ?"
"Ja!"
"Ja, jetzt iss schlecht. Ich bin ja allein hier und da wart ich lieber bis elf, da kommt noch eine!"
"Ach so, Sie sind keine Friseuse ?"
"Ja sicher bin ich datt, aber jetzt iss einfach schlecht. Morgen ?"
"Ganz schlecht!"
Und tschüss.
Der nächste Salon bot waschen-schneiden-föhnen gar für 16 Euro an. Das Plakat zeigte:
kurze Haare 16 Euro
mittel 25 Euro
Ich betrat den Salon, äußerte meinen Wunsch und kam prompt an die Reihe. Alles schön und gut. Es wurde gewaschen, geschnitten geföhnt. An der Kasse hörte ich dann ein:
"25 Euro bitte!"
"Moment mal. Hier steht kurze Haare 16 Euro!"
"Ja, kurze Haare wärn Glatze!"
Es drängte sich mir die Frage auf, wann ein Glatzenträger mal nach waschen-schneiden-föhnen verlangen würde......
Und wieder etwas dazu gelernt. Meine Haare sind kurz. Geschätzte 2 cm. Die meisten Menschen würden mich als kurzhaarig bezeichnen. Die meisten Menschen irren.
;-)
augenBloglich 28.10.2004, 16.24| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
Es gibt Tage, die liegen vor einem wie ein gewaltiges Bergmassiv. Schon beim Aufstehen spürt man die Mühen und Strapazen, die einem bei der Bezwingung bevorstehen, spürt den Schweiß sanft hinabrinnen und möchte sich am liebsten wieder im Bett verkriechen. Nichts hören, nichts sehen.
Viele solcher Tage liegen hinter mir.
Dann gibt es jene Tage, die hell und klar vor einem liegen. Schon beim Aufstehen genießt man den Müßiggang, freut sich auf Terminfreiheit und empfindet die Vorfreude, auf einen Tag ohne Stress als ungeheuer erfreuend. Kein Berg weit und breit. Keine Mühe im Anflud, kein Schweiß wird fließen.
Ich bin froh, dass heute so ein Tag vor mir liegt. Ich werde Lena in der Kindergarten bringen und Sophia zu den Großeltern. Werde mich einfach treiben lassen, nur für mich da sein. Keinen Blick auf den maroden Haushalt werfen, keinen Gedanken an Arbeit verschwenden, sondern einfach NICHTSTUN.
Das ist Luxus. Ich weiß es. Und ich genieße ihn. Und wie !
augenBloglich 28.10.2004, 07.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
Lena hilft Sophia gerade beim Ausziehen ihres Schlafanzuges. Interessiert betrachtet sie Sophias "Brust", fühlt zaghaft an und erklärt dann ihrer kleinen Schwester:
"Ja, die Brust, die wird ja noch größer. Aber du musst aufpassen. Die wächst und wächst und wächst und dann hängt sie dir am Knie."
Lena überlegt:
"Das ist dann auch nicht schön!"
augenBloglich 28.10.2004, 06.46| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs