Meine gestrige Freude über Lenas neuen Kindergartenplatz wird nun doch ein wenig getrübt. So sehr es auch nötig ist, dass sie wechselt, denn organisatorisch geht es einfach nicht anders, so schwer nimmt sie es aber auch. Sie erzählt zwar ganz tapfer anderen Menschen, dass sie bald in einen neuen Kindergarten "darf", aber die Tränen stehen ihr in den Augen und gestern meinte sie zu mir:
"Mama, aber eidentlich war der Tinderdarten in D. ein bisschen schöner!"
Lena liebt ihren Kindergarten heiß und innig. Nicht ein einziges Mal hat es Probleme gegeben. Sie hat nicht einmal geweint oder wollte nicht in den Kindergarten. Viele Kinder dort sind ihr - natürlich - sehr ans Herz gewachsen und eine Erzieherin auch. Nun kommt der Wechsel viel schneller als gedacht. Zuvor war es etwas Abstraktes für sie, wenn wir davon sprachen, dass sie "bald" in einen anderen Kindergarten geht.
Nur noch dreimal "darf" sie in ihren vertrauten, bekannten Kindergarten. Dann setzen wir sie einfach um. Ich habe bange, dass sie sehr sehr traurig darüber sein wird und sich zu Beginn arg quälen wird.
Natürlich sage ich mir, es wird nur am Anfang schwer, sie gewöhnt sich sicher rasch ein. Aber woher kann ich das so genau wissen ? Sie hat ja im Grunde keine Chance ihren Wunsch in D. bleiben zu dürfen erfüllt zu bekommen.
Vielleicht mache ich mir jetzt ja unbegründet Gedanken, aber ich möchte nicht, dass Lena irgendwie leidet, traurig ist und um Vergangenes trauert.
Ach Mist. Alles hat immer zwei Seiten.
:-(
augenBloglich 27.10.2004, 07.12| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs