"Und schließlich gibt es ungeschriebene Regeln für Blogger, die zu brechen ein gewisses Selbstvertrauen erfordert. So hat jedes Weblog ein gewisses Maß an Katzenbildern aufzuweisen, mindestens einmal die Woche auf einen Artikel zu verlinken, in dem nachgewiesen oder widerlegt wird, dass Weblogs DIE neue Form des "Journalismus von unten" seien, mindestens zweimal im Jahr ein komplett neues Design durchzumachen, sowie einmal im Jahr aus Überdruss wieder geschlossen zu werden."
Schön, zu lesen, dass ich über ein gewisses Maß an Selbstvertrauen verfüge, zumindest was die Katzenbilder betrifft.
;-)
Den ganzen Bericht "Fragen Sie bloß nicht nach Weblogs" liest man hier.
augenBloglich 23.10.2004, 20.57| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges
Nach der inneren Lähmung der letzten Wochen und Monate, scheinen mein Kopf, mein Herz, mein Geist immensen Nachholbedarf zu haben und ich bekomme die Ideenfülle kaum noch sortiert. Es sind so viele Dinge, die ich JETZT und SOFORT auf einmal angehen möchte, zu denen es mich drängt, für die die Ideen nur so herausquellen und ich bekomme nichts verwirklicht, weil ich mich nicht entscheiden kann, wo ich beginnen soll.
Ich merke, dass schon wieder viele Schubladen offen stehen. Diesmal aber keine, deren Anblick mir Sorgen oder gar Übelkeit verursacht, sondern deren Inhalt ich so gerne nehmen und ordnen würde, um die Schublade wieder schließen zu können.
Ich habe Ideen für Internetseiten, die schon lange im Verborgenen schlummern, das Gedankenland sollte längst schon erwachsen werden.
Ich habe Ideen beruflicher Art, die mit einer Menge Arbeit, aber auch Lust und Freude verbunden sind.
Ich habe Ideen familiärer Art, möchte heraus, etwas unternehmen, meinen Kindern die Welt zeigen.
Und diese augenblickliche Ideenfülle erschlägt mich nahezu. Ich schließe die eine Schublade mit dem Gedanken, sie beizeiten wieder zu öffnen und die motivierenden Ideen darin nicht zu vergessen. Doch im selben Moment öffnen sich drei andere Schubladen. Wie von selbst, ohne mein Zutun und ich werfe staunend einen Blick hinein, erfreue mich des Inhalts, nur um rasch weiter zu schweifen und in die nächste Lade zu sehen.
Diese Fülle ist unglaublich und ich stehe staunend vor mir selbst.
augenBloglich 23.10.2004, 19.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

"Ja, weißdu, Mama, es dibt ditte Mamas und dünne. Und du bist ditt. Und es dibt hübsche Mamas und dich. Ja und so ist das eben. Aber is ja nicht schlimm!"
Danke, mein Kind. Endlich mal jemand der ehrlich zu mir ist.
,-)))
augenBloglich 23.10.2004, 11.24| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Nein, ich würde nicht sagen, dass ich zur Mystik neige. Auch Esoterik ist kein Gebiet in dem ich mich zu Hause fühle. Genauso prallt die Modewelle Feng Shui an mir ab und ich glaube auch nicht daran, dass ein von meiner Tochter gemaltes Mandala, das ich unter ihr Bett pappe ihr dazu verhilft, besser zu schlafen. Besprochen Steine haben auch noch nie den Weg in unsere Wohnung gefunden und mit dem Auspendeln hab ich es ebenfalls nicht so.
Ich brauche meine Füße, um mit beiden Beinen fest am Boden zu stehen. Und dennoch....
Tief in mir schlummert die Gewissheit, dass es irgendwo und irgendwie in den nicht durchschaubaren Weiten des Glaubens einen klitzkleinen Schutzengel gibt, der mich in den letzten zwölf Monaten und auch bereits in den Jahren zuvor immer wieder sanft hoch gehoben hat, wenn ich im Dreck lag.
Der mir den Staub von der Kleidung klopfte und mir nicht gestattete müde und hoffnungslos liegen zu bleiben. Mit behutsamen Stuppsern wies er mir immer und immer wieder die richtige Richtung und gab mir stets das Gefühl, nicht allein zu sein.
Er oder es ist es, was immer wieder hoffnungsvolle Wärme durch mich fließen lässt und mir auch im tiefsten Loch ein kleines Lichtlein reicht.
Vielleicht nennen andere Menschen dies schlicht: Glauben!
augenBloglich 23.10.2004, 07.40| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Vor den Kommunalwahlen irritierten mich immer die Wahlplakate der FDP. Auf angenehm blauem Grund stand dort in fetter gelber Schrift dreimal das Wort "machen" untereinander. Und selbstverständlich der Schriftzug der Partei. Jedesmal wenn ich an einem solchen "machen, machen, machen" Plakat vorbeikam, stellte sich mir die Frage, was die FDP mir damit wohl mitzuteilen hatte ?
Nun. Ich weiß es jetzt. Nachdem ich in den letzten 30 Minuten die folgenden Sätze meiner Töchter zu hören bekam:
"Mama, mach mir bitte einen Tatau!"
"MAAAAMAA; mach mal bitte die Dette richtig!"
"Mama ? Tannst du die Leine am Hundi richtig machen ?"
"Mach mal die Rollos hoch, Mama!"
"Mama, mach doch mal die Tür zu!"
"Mama, bitte mach detz einen Tatau!"
"Mach doch mal Musik an, Mama!"
"MAAAMMMA; mach lauter die Musik! LAUTER! - BIttscheön!"
"Mach mal meine Hose richtig, Mama!"
Ist mir nun völlig klar, dass es sich um ein solidarisches Plakat handelt, gerichtet an alle Mütter der Nation.
Nur leider kommt diese Einsicht zu spät, um gegenseitige Solidarität zu bekunden.....
augenBloglich 23.10.2004, 06.27| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram
Jetzt wohnen wir schon an die zehn Monate in dieser Wohnung und mit einem Male überkommt mich eine Art Nestbautrieb. Hier muss etwas verschönert werden und dort. Es drängt mich, alles sauber zu machen (wobei wir hier von einer oberflächlichen Reinheit reden) und mit kleinen Accesoires neue Akzente zu setzen, alles behaglicher und wohnlicher und ordentlicher zu machen.
Der Blick aus dem Fenster in die bunte, wunderschöne Herbstlandschaft, animiert mich, bei einer heißen Tasse Kakao auf dem Sofa zu kuscheln und es mir schlicht gut gehen zu lassen. Alles strebt hin zu einer warmen Gemütlichkeit und ich freue mich auf den Winter. Die Kälte draußen, die Wärme innen.
augenBloglich 23.10.2004, 06.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke