In den vergangenen vier Wochen, in denen ich den Rechner mied, als sei er Grund allen Übels, hatte ich nicht einmal das Gefühl, es fehle mir etwas. Ich rief täglich rasch meine mails ab, las sie und schaltete den Rechner prompt wieder aus. Das Schreiben hatte ich mir selbst verboten. Noch hing ich zu sehr dem nach, was es mir "eingebracht" hatte. Mein altes Blogzuhause war unbewohnbar geworden, das neue schön, aber irgendwie nicht meines. Es fehlte das mir eigene, meine persönliche Note, ein bisschen Wärme.
Ich begann im Kopf zu schreiben. Ein Kopfbuch entstand. Nachts, wenn ich wieder einmal nicht schlafen konnte, überlegte ich mir Sätze, formulierte meine Gedanken, meine Gefühle, meine Ängste. Dieses Kopfbuch hatte nur den einen Nachteil: es war flüchtig - aus dem Nichts entstanden die Gedanken und dorthin entschwanden sie auch unmittelbar wieder.
Spurlos. So, als hätte es sie nicht gegeben. Flüchtig und verloren.
In diesen Wochen unterlag ich der irrigen Annahme, man könne mir das Schreiben verbieten. Wie würde es aussehen, wenn ich unverbesserlicherweise von einem Blog in den nächsten "hüpfe", weiter schreibe, weiter "öffentlich" bin.
Mit der Zeit wurde mir klar, dass niemand mir das Schreiben verbieten kann solange ich mich an Gesetze halte, an Richtlinien, an Höflichkeiten. Solange es um mich und um mein Innerstes geht.
Mit einem Mal konnte ich mir eingestehen, dass mir das Schreiben fehlte. Bitterlich fehlte. Nicht, weil da niemand zum Reden ist - nein - auch nicht als Flucht vor der Realität. Eher als hilfreiche und sehr wohltuende Bereicherung, als Zusatz zur realen Welt, als reinigendes Ritual, als etwas Entlastendes.
Als ich gestern anfing diesen Blog umzugestalten, zu schreiben und auch wieder zu lesen, so konnte ich das voll und ganz genießen. Und jetzt bin ich froh wieder hier zu sein, froh wieder mitzulesen, mitzuleiden, mitzulachen und unendlich erfreut über all die lieben Rückmeldungen.
Es ist einfach schön wieder hier zu sein!
augenBloglich 24.08.2004, 19.40| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Ich liebe es, in den Ferien viel mehr Zeit, Ruhe und Geduld für die Kinder zu haben. Nachdem ich die hiesige Sonne - leichtsinnigerweise - zu Jac geschickt habe, regnete es bei uns am Nachmittag, so dass wir uns "innen" vergnügen mussten. Aber auch das war kein Problem.
augenBloglich 24.08.2004, 19.27| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
"Mama?", schaut mich Lena nachdenklich an, "Mama, weißt du schon, was du dir zum Deburtstag wünscht?" Gerade setze ich zu einer ausschweifenden Antwort an, als meine Tochter verkündet: "Ist ja nicht schlimm, wenn du nichts weißt. Du wünscht dir bestimmt die Barbie Tutsche. Denau. Die Tutsche tannst du danz dut debrauchen. Und wenn du die mal nicht brauchst, dann tann ich ja auch damit spielen!"
Somit brauche ich mir zumindest darüber keine weiteren Gedanken mehr zu machen!
augenBloglich 24.08.2004, 13.48| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Gestern sagte mir jemand: "Mensch, bei Ihnen sind nicht nur die Pfunde, sondern gleich die Kilos gepurzelt!", was ich ausgesprochen schmeichelhaft fand und ganz und gar angenehm zu hören, nur musste ich leider erwidern: "Weder Pfunde, noch Kilos, noch ein einziges Gramm!" woraufhin ich hörte: "Dann taugt Ihre Waage nix!"
Es ist eben alles eine Frage der Perspektive!
;-)
augenBloglich 24.08.2004, 09.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich
Morgens um halb sieben scheint bereits die Sonne, wenn auch noch zaghaft, durch die Ritzen der Rollos, kitzelt mein Gesicht und weckt mich sanft. Von jeher war es so, dass Sonnenschein in mir die gute Laune weckt und das Leben hell und freundlich erscheinen lässt.
Ungebremste Energie lässt mich in den Tag stürmen. Kein Platz für traurige Gedanken. Mal schauen, was der Tag zu bieten hat.....
augenBloglich 24.08.2004, 07.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke