augenBloglich 17.07.2004, 18.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
augenBloglich 17.07.2004, 16.05| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Dort wo meine Gedanken im Unvermögen sie in Worte zu fassen enden, beginnen talentiertere Menschen als ich, zu beschreiben, was aus meinem Leben gegriffen scheint.
Manchmal berührt es mich sichtlich, dass ich, egal in welcher Lebenssituation ich mich gerade befinde, Worte von Hesse oder anderen Schriftstellern finde, die exakt mein Gefühlsleben, meine Außenumstände beschreiben. So als lebten sie mein Leben, so als dächten sie meine Gedanken, so als empfänden sie meine Gefühle.
Nochmals aus des Lebens Weiten
Reißt mich Schicksal hart ins Enge
Will in Dunkel und Gedränge
Prüfung mir und Not bereiten.
Alles scheinbar längst Erreichte,
Ruhe, Weisheit, Altersfrieden,
Reuelose Lebensbeichte -
Ward es wirklich mir beschieden?
Ach, es ward von jenem Glücke
Aus den Händen mir geschlagen
Gut um Gut und Stück um Stücke
Aus ist`s mit den heitern Tagen.
Scherbenberg und Trümmerstätte
Ward die Welt und ward mein Leben.
Weinend möcht ich mich ergeben,
Wenn ich diesen Trotz nicht hätte,
Diesen Trotz im Grunde der Seele,
Mich zu stemmen, mich zu wehren,
Diesen Glauben, was mich quäle,
Müsse sich ins Helle kehren,
Diesen unvernünftig zähen
Kinderglauben mancher Dichter
An unlöschbar ewige Lichter,
Die hoch über allen Höhen stehen.
augenBloglich 17.07.2004, 14.26| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Lyrik
"Mama ?", fragt mich die vorgestern 4 Jahre alt gewordene "große" Tochter. "Mama, wie viel Mal noch slafen bis ich fünf werde ?"
"363 Mal!"
"Ach, das deht ja!"
augenBloglich 17.07.2004, 14.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Solange sie in einem wohnt, in einem schlummert, jederzeit ein- und ausgehen kann, weiß man sie nicht zu schätzen: die Unbeschwertheit.
Geht sie dann, mit einem Male, unverhofft und auf sehr grobe Art und Weise verloren, wünscht man sie sich sehnlicher her als alles andere.
Und man begibt sich auf die Suche und müht sich, ein kleines Zipfelchen von ihr zu erhaschen.
Und jedes Bemühen scheint einen weiter fort zu bringen von jener Unbeschwertheit, die nur das sein kann, was sie ist, wenn sie ganz von selbst zu einem kommt...
:: frei ::
augenBloglich 17.07.2004, 13.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Mag sein, jemanden erinnern meine Worte an einen anderen Blog. An Gewesenes. Dann trügt nicht die Erinnerung, sondern es ist ein Wiederentdecken und zugleich ein Neuentdecken. Über das "Warum" werde ich nicht schreiben. Nicht an diesem Orte. Doch ich weiß, dass viele wissen. Und verstehen.
augenBloglich 17.07.2004, 13.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Vergangenheit
Manchmal ist es nötig, neu zu beginnen. Vorn vorne. Unbefangen. Altlasten hinter sich lassend. Wenn jeder Fitzelchen Leben, jeder Lebensmoment und alles noch so kosmisch Kleine sich gegen einen zu wenden scheint, hat man zwei Alternativen: aufgeben oder neu beginnen.
Ich habe mich für Letzteres entschieden, auch wenn es mir mehr als schwer fällt, Altes los zu lassen. Bedeutungsvolles zurück zu lassen - blank und wie nackt einen neuen Anfang zu wagen.
Natürlich wäre die Resignation, die Aufgabe, das sich Hinwerfen und Gehen lassen der einfachere Weg. Doch wenn mein Lebensweg gerade eben sehr kurvig verläuft, dann ist das so. Es werden schon irgendwann wieder gerade Straßen kommen.
Ich habe noch Hoffnung!
augenBloglich 17.07.2004, 13.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken