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»Ist das äußere Schicksal über mich hingegangen wie über alle, unabwendbar und von Göttern verhängt, so ist mein inneres Geschick doch mein eigenes Werk gewesen, dessen Süße oder Bitterkeit mir zukommt und für das ich die Verantwortung allein auf mich zu nehmen denke.«

(H.Hesse in "Gertrud")








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Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25
Renate
Hallo, ich habe nicht herausgefunden, wie ich dich ansprechen kann. Ich lese jetzt durch ZUfall schonfast eine Stunde in deinem Blog. Du hast einenherzerfrischenden Humor und man kanneigentlich gar nicht aufhören, zu lesen. Vor allem, wenndu über den Nachwuchs schreibst, ist es so richtig lieb!
Ich gratuliere dich, dass du manch' Ungutes hinter dich gebracht hast! War gerne da!

Lb. Grüße RENATE
2.3.2007-18:21
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Ausgewählter Beitrag

Inmitten des Chaos

Ich habe beschlossen, das um mich herum ausbrechende und existierende Chaos zu ignorieren, da ich es  - offensichtlich - nicht wirklich ändern kann.

Im Haus geben sich diverse Handwerker - von manchen Berufen hatte ich bislang nie etwas gehört - die Klinke in die Hand und ich stehe immer nur staunend da und frage mich, wie aus diesem Dreckhaufen ein bewohnbares Haus werden soll - zumindest in der knappen Woche, die uns bis zum Umzug bleibt.
Vorrangig ist eines: Dreck und Staub.

Und ich rede von sehr viel Dreck und einer Menge Staub.
Meine ersten Reinigungsversuche haben die Sachlage verschlimmert und so habe ich beschlossen, auch den Dreck zu ignorieren.

Ignorieren ist eine momentan sehr beliebte Praxis, wie ich täglich am Bau erleben darf.
Auch wenn man schriftlich und mündlich exakte Maße vorgibt, angibt und formuliert, neigen einige Handwerker dazu diese zu ignorieren.
Ich passe mich also lediglich den Handwerkern an, in der Hoffnung, dass mir das keine Mehrarbeit beschert, wie beispielsweise den Sanitärmenschen, die unsere Toiletten nicht wie gewünscht auf 47 cm anbrachten, sondern eine auf 40 cm, eine auf 42,5 cm und eine auf 41 cm.

Mein freundlich formulierter Einwand, dass mir bei einer Sitzhöhe von 40 cm, die Knie wohl eher im Auge hängen werden, wurde ebenso ignoriert wie mein Einwand, dass ich Schmerzengeld fordern müsste, wenn ich nicht mehr alleine von der Toilette käme.
In meinem Alter hat man ja gerne auch schonmal Rücken und bei 40 cm merkt man nicht nur den.

Also bauten die netten Sanitärmenschen heute alle drei Toiletten wieder ab, um sie nun exakt auf 47 cm anzubringen.
Nicht, ohne sich zu beschweren, dass das ja eine komplizierte Tätigkeit sei.

Ich habe mich wenig beliebt gemacht, als ich einwandte, man hätte sich genau diese komplizierte Arbeit ja ersparen können, wenn man die Toiletten sofort auf der gewünschten Höhe angebracht hätte.

Ein klitzeklein wenig beunruhigend finde ich ja auch die Tatsache, dass beide Kinderzimmer noch keine Böden haben.
Wir sprechen hier von jenen Böden, die wir bereits im August ausgesucht hatten.
Immerhin wurden die Böden dann doch schon in der letzten Woche ausgemessen und man sagte uns, Dienstag und Mittwoch würden sie verlegt.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir am Freitag umziehen werden, erklärte man mir, das Zeitfenster sei noch sehr üppig.

Üppig scheint mir ein sehr relativer Begriff zu sein, aber ich halte es auch da mit dem beliebten Ignorieren.
Immerhin steht die Küche.
Als nicht sehr großer Küchenfreund ist es erstaunlich, dass ich diese Küche schon jetzt liebe.
Wobei es dabei weniger um die Küchentätigkeiten geht, die darin verrichtet werden können, als vielmehr um die Tatsache, dass die Küche einfach schön ist.
Also jetzt in meinem betrachtenden Auge.

Es fehlen noch einige Kleinigkeiten, die hoffentlich in Kürze angebracht werden, aber alles in allem passt es.

Auch das Schlafzimmer steht und passt und die Bäder sind so gut wie fertig.
Am Wochenende wird ein Reinigungstrupp durch das Haus geschickt und ich bin mehr als heilfroh, dass das zum Service dazu gehört und wir die Grundreinigung nicht selber durchführen müssen.
Bei meiner diesbezüglichen Talent- und Motivationsfreiheit wäre dies auch zum Desaster geworden.

Ein weiteres Desaster richtete ich an, als ich heute irrtümlicherweise den Versiegeler für den Türenmenschen hielt.
Da laufen aber auch derart viele Handwerker herum, dass man schnell mal den Überblick verlieren kann.
Der Versiegeler konnte mir meine geistreichen Türenfragen selbstverständlich nicht beantworten, dafür zeigte er mir stolz seine Versiegelungen und wollte von mir wissen, ob ich mit seiner Arbeit zufrieden sei.

Angesichts der Tatsache, dass ich nicht den Hauch eines Schimmers habe, wie eine optimale Versiegelung aussieht, habe ich einfach mal genickt.
Ich meine, so ein Nicken ist ja auch eher unverbindlich und kann alles mögliche heißen.
Vor allem kann MANN mir aber später nicht vorwerfen, ich hätte die Arbeit für gut befunden, wenn sie denn - eventuell - gar nicht gut ist.

Zudem wusste ich nicht einmal wohin genau ich schauen musste. Außer irgendwo am Boden. Was ja eine eher vage Richtungsangabe ist.

Um ehrlich zu sein können mir die Handwerker sowieso werweißwas erzählen, weil ich meistens nicht einmal annähernd weiß, wovon sie sprechen.
Ich versuche immer einigermaßen wissend zu schauen und möglichst nicht zu dümmliche Kommentare abzugeben.

Mir liegt da eher das Einkaufen neuer Sachen für das Haus: Lampen, die schon fast alle hängen, Gardinen und Haushaltskram, Möbel und überhaupt all sowas.

Heute wählten wir dann unser Außenpflaster - es ist ja unglaublich, wie viele Entscheidungen man treffen muss, wenn man so ein Haus baut - in der naiven Hoffnung, dass innerhalb der nächsten Woche nochmal wenigstens die Seite vor dem Haus gepflastert wird.

Schön auch, dass der Riesenberg Mutterboden immer noch hinter dem Haus liegt. Sollte Schnee fallen, haben unsere Kinder zumindest einen eigenen Rodelberg.
Gut, sie radeln entweder ins Wohnzimmerfenster oder in den Gartenzaun, aber man kann eben nicht alles haben.

Alles in allem hat das Ganze jetzt sowieso eine nicht zu stoppende und schon gar nicht durch mich zu lenkende Eigendynamik entwickelt, der ich jetzt einfach auch weiterhin gelassen zuschauen werde.

Nur die 100 Umzugskiste müsste ich am Wochenende füllen...

S. 09.12.2011, 16.10

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