augenBLOGlich
2013
<<< Mai >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  0102030405
06070809101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
suchen
Es wird in allen
Einträgen gesucht.
wegweisend







 


 



»Ist das äußere Schicksal über mich hingegangen wie über alle, unabwendbar und von Göttern verhängt, so ist mein inneres Geschick doch mein eigenes Werk gewesen, dessen Süße oder Bitterkeit mir zukommt und für das ich die Verantwortung allein auf mich zu nehmen denke.«

(H.Hesse in "Gertrud")








Letzte Kommentare:
Sibylle Helker:
Hallo,ich bin durch Zufall auf diese Seite ge
...mehr

Kirsche 123:
Wie heißt denn jetzt eigentlich diese Kugel m
...mehr

Friederike:
Du bist einfach klasse! Habe ich das eigentli
...mehr

aindscha:
...ich kenne diese Lebenswiederholungen nur z
...mehr

Marion:
... einfach nur ein lieber Gruß an dich.
...mehr

Mauskater:
Worte finden kann ich nicht - es tut mir unen
...mehr

Anne:
Da lese ich gerade voller Spannung von einer
...mehr

Sarah:
Entschuldige, dass ich lachen muss, aber das
...mehr

Susanne:
Hallo Susanne,vielleicht sind die Hörgeräte z
...mehr

Susanne:
Hallo Susanne,vielleicht sind die Hörgeräte z
...mehr

Shoutbox

Captcha Abfrage



Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25
Renate
Hallo, ich habe nicht herausgefunden, wie ich dich ansprechen kann. Ich lese jetzt durch ZUfall schonfast eine Stunde in deinem Blog. Du hast einenherzerfrischenden Humor und man kanneigentlich gar nicht aufhören, zu lesen. Vor allem, wenndu über den Nachwuchs schreibst, ist es so richtig lieb!
Ich gratuliere dich, dass du manch' Ungutes hinter dich gebracht hast! War gerne da!

Lb. Grüße RENATE
2.3.2007-18:21
Statistik
Einträge ges.: 796
ø pro Tag: 0,2
Kommentare: 1313
ø pro Eintrag: 1,6
Online seit dem: 17.07.2004
in Tagen: 3231
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3

mein Gelatine-Trauma

Jeder Mensch schleppt ja nun so das ein oder andere Trauma mit sich herum. Darum bin ich auch eher froh darüber, dass es sich bei meinem Privattrauma um ein eher harmloses handelt.

Allerdings kann es sehr lebensprägend sein, wenn die erste selbstgebackene Torte beim Anschneiden vor der kompletten Familie sozusagen auf dem Esstisch verläuft.
Noch einschneidender das Gegackere sämtlicher männlicher Besucher, die mitleidvollen Blicke einiger Gäste sowie die schlauen Sprüche aller älteren weiblichen Angehörigen.

Fortan überschlug ich jedes Rezept, das auch nur den Hauch von Gelatine in sich trug.

Nun wäre ich selbstverständlich nicht ich, wenn ich nicht - zu Höhenflügen neigend - dieses Trauma allein und gewagt zu bekämpfen beabsichtigen würde.

Aus diesem Grunde wird es morgen - eventuell - eine Champagner-Frucht-Torte geben.
Natürlich habe ich vorgesorgt. Sollte die Gelatine wieder nicht so wie ich wollen, habe ich noch eine Philadelphia Torte in petto.
Der Wackelpudding nämlich, der verweigert mir nie seine Dienste.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und eine Portion Gelassenheit! Möge die Gelatine zusammenpappen was das Zeug hält!

S. 24.12.2005, 09.22 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Lass es zu



 
Lass es zu, dass
Aufgaben nicht erfüllt,
Probleme nicht gelöst,
Arbeiten nicht gemacht sind.



Lass es zu, dass
andere mehr erreichen,
schneller vorwärts kommen,
höhere Ansprüche stellen.



Lass es zu, dass
du nicht im Zentrum stehst,
nicht zu den Ehregästen gehörst,
in der Zeitung nicht erwähnt wirst.



Lass es zu:
Lass Manches liegen,
lass andere hetzen und schuften,
lass andere teilhaben und teilnehmen.



Gönne dir Weihnachten!




S. 23.12.2005, 07.24 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Lyrik

wenn Normales nicht alltäglich ist

Manchmal frage ich mich, bin ich so geworden, weil meine Tochter so ist wie sie ist oder habe ich meine Tochter durch mein Sein so werden lassen?
Viele Dinge in unserem Leben sind nicht so "normal", wie in dem Leben anderer Familien mit anderen Kindern.

Darum sah ich mit großem Bangen Sophias allererster Verabredung entgegen. Ich sah auf die Uhr und dachte daran, dass sie genau jetzt mit der anderen Mama, meiner Freundin, mitgehen würde.
Kurze Zeit später sah ich wieder auf die Uhr und dachte darüber nach, ob sie wohl dort zu Mittag essen würde.
Nur wenige Minuten danach waren meine Gedanken bereits wieder bei ihr und so ging das, bis ich sie am späten Nachmittag abholte.

Wie anders die Verabredungen von Lena.
Kein Blick zur Uhr, keine Gedanken daran, ob sie sich wohlfühlen, ob sie sprechen ob sie spielen wird.

Der Augenblick gestern Nachmittag, als ich in der Tür des anderen Hauses stand und beobachten konnte, wie meine Tochter durch die fremde Wohnung tanzte.
Als ich hörte, dass sie sprach.
Als ich erfuhr, wie "normal" alles gelaufen war.

Es gab bislang wenige Momente, die mich derart anrührten.
Und nun hat sich die kleine Blüte Hoffnung ein klitzeklein wenig geöffnet.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, so wäre es wohl der, meinem Kinde Raum zu geben, sich zu entfalten.
Und alle Zeit der Welt.

S. 20.12.2005, 18.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

Drecksdiktate

Es hatte nicht unbedingt etwas Cleveres an sich, die 21 großen Diktathefte tütenlos unter den Arm zu klemmen. Und so kam es, wie es kommen musste.
Rutscht eines, rutschen alle.
Schön, wenn man morgens um 7.30 Uhr bäuchlings auf dem Lehrerparkplatz liegt, um wild herumflatternde Hefte aus dem Schlamm und Blättermatsch unter dem eigenen Auto hervorzuziehen.

Es hat auch nur ca. zwei Stunden gebraucht, ehe ich alle Hefte wieder gesäubert und hergerichtet habe.
Von Vorteil war die Tatsache, dass ich - bei den Kindern - sehr viel Wert auf Ordentlichkeit lege.
Alle Hefte waren hübsch beumschlagt, so dass sich der Dreck einigermaßen gut abwischen ließ.

Trotzdem bin ich den Kindern nun etwas schuldig.
Allein der Anblick meiner Person im Dreck unter dem Auto hätte sie wahrscheinlich entschädigt.
Doch dankbare Dämmerung umfing mich.
;-)

S. 19.12.2005, 16.32 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Polly Pocket

Ich neige dazu, anzunehmen, dass Spielzeugerfinder eine leicht sadistische Ader in sich tragen.
Anders kann ich mir nicht erklären, wie jemand auf die Idee kommen kann, super geschmacklose, nahezu hässliche Minipüppchen zu erfinden, deren einzelne Bekleidungsstücke kaum Fingernagel groß sind.
[Und ich rede jetzt vom Fingernagel meines kleinen Fingers!]

Wahrscheinlich, davon ist auszugehen, hat besagter Erfinder keine Kinder im Alter der Zielgruppe.
Und ebenso wahrscheinlich ist es, dass dieser jemand noch niemals seinen Nachmittag am Boden liegend damit verbracht hat, einen 1mm großen, rosafarbenen und somit kaum sichtbaren Stöckelschuh einer ultra hässlichen Polly Pocket Figur im gesamten Wohnraum zu suchen.

Weiterhin nehme ich stark an, dass diese Person auch keinerlei Erfahrungen in Bezug auf kleine, hysterische Mädchen hat, die gerne mal eine Weile am Boden liegen und um sich schreien, sofern gesuchter Mini-Schuh nicht unmittelbar wieder auftaucht.

Ich bin im Grunde kein wirklich gehässiger Mensch, aber es wäre doch schön, wenn besagter Polly Pocket Entwickler sein Wochenende auch einmal damit verbrächte, den Staub des Staubsaugerbeutels nach staubkornkleinen Püppchen Accessoires zu durchsieben.

Ich liebe dieses pädagogisch wertvolle Spielzeug.
Und die Mädel erst!


S. 18.12.2005, 19.37 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

unsere kleinen Krippen

Wir haben ein klein wenig gebastelt:













S. 18.12.2005, 13.34 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Gottesdienst

Mein Kind war heute eine Kerze.
Eine bezaubernde, dritte Adventkerze. Mit Kerzendeko am Kopfe schritt sie anmutig mit ihren Kindergartenfreunden als Adventkranz durch die Kirche.

Auf der Fahrt zur Kirche teilte sie uns mit, dass sie eigentlich eine grüne Hose anhaben müssen. Zu diesem Zeitpunkt traf uns die Information ein klein wenig zu spät, so dass unser Kind blaubejeanst kerzte.

Vielleicht bin ich ein wenig konservativ, ich weiß nicht recht, aber die Tatsache, dass mitten während einer Taufe - kurz nach dem denkwürdigen Tanze - das Handy des Taufpapas klingelte und dieser - immer noch mitten in Kirche und Gottesdienst - erstmal eine Runde telefonierte und dadurch seinen Einsatz verpasste und sein "ja" zu spät bzw. gar nicht von sich gab, irritierte mich doch sehr.

Auch Sophia wunderte sich und ihre - eigentlich gar nicht soooo laut gesprochenen Worte - hallten durch die Kirche:
"Mama, warum telefoniert der Mann detz?"

Manchmal fallen selbst mir keine brauchbaren Antworten ein.

S. 18.12.2005, 12.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

mitgenommen

Meine ursprüngliche Planung hatte nicht vorgesehen, die Blumekübel mitzunehmen. Nun bin ich ja durchaus ein spontaner Mensch und ursprüngliche Planungen können demnach verworfen werden.
Aus diesem Grunde habe ich die Blumenkübel nun eigentlich doch mitgenommen.

Wobei, jetzt könnte die falsche Assoziation entstehen, dass "mitnehmen" in Form von kaufen gemeint sein könnte. Dem war nicht ganz so.
[Jetzt wiederrum könnte die noch gänzlich falschere Assoziation von "mitnehmen" als Mitnehmen ohne Bezahlung entstehen - dem war ebenfalls nicht so!]

Es war ja auch mehr so der rechte hintere Teil meines Autos - der Fachbegriff liegt mir gerade nicht auf der Zunge - der die Blumenkübel mitgenommen hat.
Dies lag zum einen daran, dass die Fensterscheiben in meinem Auto schlicht und einfach zu hoch eingesetzt sind, um so tiefstehende Hindernisse entdecken zu können.
Zum anderen an der Tatsache, dass es draußen verdammt dunkel war.

Ich persönlich, als Wagenlenkerin, konnte selbstverständlich eher weniger dafür, dass es auf einmal rummste.

Es ist ja nun auch so, dass hinten rechts eher weniger gut zu überblicken ist.
Gut, ich hätte da diesen rechten Außenspiegel. Er wäre sehr nützlich, so er denn mal richtig eingestellt wäre, leider klemmt das Teil und ist jetzt eher so als Schmuckstück vorhanden.

Gut, ich hätte beim Ankommen und Parken schon darauf achten können, dass Blumenkübel vorhanden sind, aber das hätte - mir fremdes und somit fernes - vorausschauendes Denken vorausgesetzt.

Nun fühle ich mich, ähnlich den Blumenkübeln, ein klein wenig mitgenommen, aufgrund der Tatsache, dass ich dem Klischee "autofahrende Frau" mal wieder herrlichst entsprochen habe.

Andererseits, irgendein Klischee muss ich ja bedienen, oder?


S. 17.12.2005, 20.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Christkind und Weihnachtsmann

"Mama, ich weiß wohl schon, warum es den Weihnachtsmann UND das Christkind gibt!"

"Ja?"

"Ja, denn guck mal, ich habe ja auch mal mehr als einen Wunsch und was das Christkind mir nicht bringt, kann ja dann der Weihnachtsmann holen!"

S. 17.12.2005, 13.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

die Zahnfee

Ich liebe die frühmorgendlichen Gespräche unserer Mädel im Auto auf dem Weg zum Kindergarten.

Heute:

Lena: "Ich will bloß mal wissen, was die Zahnfee mit all den Zähnen will?"

Sophia: "Die will vielleicht mal tucken, ob die Zähne schlecht oder gut sind!"

Lena: "Nee, manchmal tut die die auch zurück und legt die in die Dose unter das Kissen. Das weiß ich, das war bei der Vanessa auch so."

Sophia: "Oder die bringt die zu den Babys. Die brauchen ja auch mal Zähne."

Lena: "Ja und die holt die auch von den Toten und dann kriegen wir die in den Mund!"

lautstarkes Geweine von Sophia: "Ich wihill nicht die Zähne von die Toten haben. Mama, ich will meine eigenen Zähne haben!"

S. 16.12.2005, 14.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

krank

Die Tatsache, dass ich eine riesige Kiste mit belgischen Pralinen, die ich am Sonntag vor dem legendären Gansessen geschenkt bekommen habe, auf dem Schrank vergessen habe, zeigt deutlicher als jedes Fieber, das mich derzeit übermannt, dass ich krank sein muss.
Oder ich werde alt.

S. 15.12.2005, 21.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Handreichung für den kleinkindlichen Theaterbesuch

1. Kaufen Sie voller naiver, aber ehrlicher Vorfreude drei Karten für ein Kinder-Musical Ihrer Wahl.

2. Bereiten Sie sich in jedem Falle gründlich auf diesen Theaterbesuch vor. Das bedeutet unter anderem, geben Sie ihren 3 und 5 Jahre alten Kindern fünf Tage vor dem Theaterbesuch bitte nichts mehr zu trinken.
[Sollten Sie diese Regel missachten, müssen Sie damit rechnen, dass Kind 1 mitten in der vortheaterlichen Warteschlange zur Toilette muss. Kind 2 sein Bedürfnis genau dann verspürt, wenn sämtliche Reihennachbarn sich soeben hingesetzt haben und sich freuen, Ihretwegen wieder aufstehen zu müssen.]

3. Halten Sie Kind 2 unbedingt den Mund zu, sobald das Licht im Saal erlöscht, da sich ansonsten sämtliche Publikumsblicke auf Sie richten werden, was mitunter daran liegen könnte, dass Kind 2 in durchdringendes Gebrüll ausbricht.

4. Geben Sie Ihren Kindern während der Vorstellung nichts zu trinken, da Sie ansonsten den Hass Ihrer Reihennachbarn zu spüren bekommen, wenn sie alle zwei Minuten mit einem Ihrer Kinder zur Toilette gehen müssen.

5. Erklären Sie Ihrem Kind geduldig, dass vorne auf der Bühne Schauspieler stehen und diese Schauspieler anders aussehen können, als Trickfilmfiguren. Missachten Sie die strafenden Blicke anderer Zuschauer und tun Sie so, als spräche jemand anders.

6. Wechseln Sie den Platz, sobald eines Ihrer Kinder ein befreundetes Kind im weiträumig verteilten Publikum findet und lautstark dessen Namen rufend mit den Armen zu wedeln beginnt. Es ist ratsam, in diesem Falle so zu tun, als könne man kaum fassen, wie schlecht erzogen anderer Leuts Kinder sind.

7. Sollten Sie sich für das Musical "Lauras Stern" entschieden haben, packen Sie ein Bandgerät in die Handtasche, dass die nonstop gestellte Frage Ihres dreijährigen Kindes: "Mama, wieso spielt da der Tommy nicht mit?" beantwortet.
[Sollten Sie sehr stressanfällig sein, schlucken Sie zuvor einige Baldrian, denn Sie können davon ausgehen, dass man Ihnen diese Frage ca. eine Million Mal stellt.]

8. Geben Sie Ihren Kindern nichts Essbares, denn dies neigt dazu, in der Dunkelheit verloren zu gehen. So ein Vorfall wiederrum entlockt weithin hörbare Entsetzensrufe und bewirkt, dass die Kinder unter den Sitzen verschwinden und sich auf (z.Bsp.) Gummibärchensuche begeben.

9. Gehen Sie in der Pause nicht zur Toilette, da diese überfüllt ist. Warten Sie lieber, bis das Stück gerade wieder begonnen hat (die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind genau dann muss ist höher, wenn Sie Punkt 4 missachten).
Sie sind mittlerweile an die bitterbösen Blicke und gemeinen Kommentare der anderen Reihensitzer gewohnt und haben die Kunst entwickelt, sich an deren Beinen und Taschen vorbei zu schlängeln, ohne größeren Schaden anzurichten.

10. Lachen Sie niemals über die Frage Ihres Kindes, ob der Luftballon auf der Bühne ein Mädchenluftballon sei. Es könnte sein, dass Ihr Kind daraufhin einen hysterischen Anfall bekommt und Ihr anderes Kind sauer wird, weil es zehn Minuten der Vorstellung verpasst. In diesem Notfall können Sie Punkt 8 missachten. Die Gummibärensuche ist einer innertheaterlichen Prügelei vorzuziehen.

11. Rechnen Sie gegen Ende der Vorstellung damit, dass Kind 1 dringend ein Requisit der Bühne zu erstehen wünscht, während Kind 2 den Wunsch äußert ein überteuertes Flackersternchen kaufen zu dürfen.

12. Ignorieren Sie die Wünsche Ihrer Kinder und deren anschließendes Geschrei. Hier empfiehlt sich durchaus wieder die bereits angewandte Fremdkindmethode.
Dass andere Eltern ihre Kinder aber auch so gar nicht "im Griff haben".

13. Versuchen Sie in jedem Falle sämtliche Texte aller Lieder des Stückes zu behalten, da Ihre Kinder im Anschluss an das Stück gerne mit Ihnen das Stück nachinterpretieren möchten. Sollten Sie dann nicht dazu in der Lage sein, kann das zu unnötigem Genöle, Geseufze und Bodenfällen führen.

14. Gehen Sie davon aus, dass - egal wann Ihre Kinder das letzte Mal getrunken haben, sie spätestens wieder müssen, wenn Sie als neunzehntes Auto in einer Schlange von 58 Autos vom Parkplatz fahren möchten.

15. Halten Sie Windeln parat oder lassen Sie das Auto in der Schlange stehen, steigen aus und lassen der Natur freien Lauf. Achtung! In diesem Falle rechnen Sie bitte damit, dass man Sie beschimpfen wird.

16. Bitte bedenken Sie, dass Sie sich abends vor dem Schlafengehen den Hinweis gefallen lassen müssen, dass es schöner wäre, wenn Sie als Mutter auch aussähen wie Luna die Mondfrau. Zudem wird man Ihnen erklären, dass Ihr modischer Geschmack nicht halb so wunderschön ist, wie der der Schauspieler und es wird die Frage gestellt werden, warum Sie nicht eigentlich einen Stern für Ihre Kinder besorgen können?

17. Gehen Sie davon aus, dass Ihre Kinder über den Theaterbesuch folgendes zu berichten wissen:
"Die Mama hat uns nichts gekauft. Nichtmal so einen winzig kleinen Leuchtestern."
Nach dem Inhalt der Aufführung gefragt werden Ihre Kinder bereits 30 Minuten nach der Vorstellung zu antworten wissen:

"Das weiß ich doch jetzt nicht mehr!"

18. Bringen Sie Ihre Kinder ins Bett, gönnen sich ein Glas Wein und erfreuen sich rückblickend an diesem kulturellen Hochgenuss.

19. Schlagen Sie die Zeitung auf, suchen den Veranstaltungskalender heraus und schauen Sie nach, wann das nächste Musical gespielt wird. Wer weiß, vielleicht möchte beim nächsten Mal ja der Papa, die Oma, der Opa oder sonstwer mit?

;-)


S. 15.12.2005, 21.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

Kindergartenkinder

Es war wirklich eine tolle Idee, sich in den Elternrat des Kindergartens wählen zu lassen. Frei nach meinem Ehrenkodex, man darf nicht meckern, wenn man es selber nicht versucht besser zu machen.

Es war ebenfalls eine ganz tolle Idee vom Elternrat, dem ich ja nun also angehöre, am heutigen Nachmittag einen Back- und Basteltag für die Kindergartenkinder anzubieten.
In Eigenregie natürlich, wer will schon die Erzieherinnen unnötig und dazu noch in  der Adventzeit belasten.

Also schrieben wir nette Briefe, luden ein und freuten uns, dass sich knapp 35 Kinder anmeldeten.

Ein wenig abgehetzt kam ich um 14 Uhr an, sechs Stunden doppelte Klassenführung mit erstem und zweiten Schuljahr hätten mich eigentlich bereits einstimmen müssen, aber niemand, wirklich niemand hatte mir gesagt, dass Kindergartenkinder so anders sind.

Ich meine, ich weiß, dass ich in einem ersten Schuljahr ca. zweiundzwanzig Mal singsangmäßig intonieren muss:

"Dieses Blatt gehört in die blaue Mappe!"

Aber ich wusste nicht, dass das NICHTS gegen die Dinge ist, die man im Kindergarten so erklären muss.

Gut, ich war nicht im Back- sondern im Basteltrupp. Überall umkippende Klebeflaschen, gefährlich spitze Scheren und Prickelnadeln machten die Lage brisant, aber am meisten "fertig" machte mich der stets und ständige F E R T I G Ruf.

Sicher kenne ich den von den Toilettengängen unserer Jüngsten, aber es ist ein Unterschied, ob ein Kind den Popo gesäubert zu haben wünscht oder 17 Kinder gleichzeitig den nächsten Bastelschritt erklärt und demonstriert haben möchten.

Da gab es Kinder, die riefen bereits "Fertig!" als sie sich nur das erste Blatt nahmen und noch nicht einen Schnitt vollführt hatten.
Sicher, sie waren im Recht, denn sie waren tatsächlich "fertig" mit dem Nehmen des Blattes.
Auch als die Schere ergattert wurde, waren sie damit "fertig" und so erscholl es aus irgendeinem Winkel immer lautstark: "FERTIG!"

Damit nicht genug, hieß dieses "fertig" aber auch gleichzeitig: Kümmere dich jetzt sofort um mich oder ich werfe mit Scheren, klebe die Tischdecke an die Fensterscheibe, bespucke meinen Nachbarn, pipiniere neben die Toilette und ähnliche Abstrusitäten.

Ich vergaß zum Beispiel auch zu erwähnen, dass die Nase des zu bastelnden Nikolauses im Gesicht des guten Mannes und nicht in dessen Zipfelmütze platziert werden sollte.
Den Bart kann man übrigens auch sehr gut als Bommel ankleben, oder kopfstehend. Der Phantasie sind da keinerlei beklemmenden Grenzen gesetzt.

Wattebäuschchen kleben immens gut, wenn man sie leicht anfeuchtet und dann gut sichtbare Stellen drückt.
Wahlweise bieten sich hier Fensterscheiben, Waschbecken, Popos, Tische, Stühle, Schränke oder auch schon mal Brillengläser an.

Der Vorteil war, die Zeit verging wie im Fluge. Hier Klebe entfernend, da Weihnachtsmänner richtend, fliegende Scheren auffangend, hin und her eilend, Prickelnadel aus Fingern entfernend, merkte ich kaum, dass es schon 16.30 Uhr wurde.

Meine Bewunderung mit allen Erzieherinnen sei mit ihnen.
Ich zumindest scheine tot.
*plummps*
Zu mehr, als ins Bett zu fallen bin ich heute mit Sicherheit nicht fähig.......


S. 14.12.2005, 18.44 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Glitzer

Wie ich heute feststellen durfte, ist es nicht unbedingt von Vorteil, eine größeren Anzahl Kinder die Möglichkeit zu geben, Bastelarbeiten mit Glitzer "abzurunden".
Ich ging davon aus, dass lediglich die Mädchen Gebrauch von diesem Angebot machen würden und irrte mal wieder grandios.

Nun war dieses nette Glitzerzeugs - übrigens kaum eine Farbe war nicht vertreten - in so komischen Salzstreuern. Besagte Streuer hatten recht große Löcher, so dass weniger von Streuen, als vielmehr von nebelartigen Einglitzerwogen die Rede sein konnte.

Man kann natürlich auch nie genug vom dem Zeugs aufs eigene Bild pappen. Auch der Sitznachbar freut sich, wenn sein Bild noch eine Prise abbekommt und wie der Zufall es so will, fliegt doch manch Glitzerzeugs einfach - und wie von Geisterhand - durch die Klasse auf Pullover, bevorzugt jedoch auf Nasen, wahlweise auch auf den Popo.

Dass der Fußboden bereits nach wenigen Minuten vor lauter Glitter nicht mehr auszumachen war, hatte den Vorteil, das zuvor vorhandener Dreck nun weggeglitzert wurde.

Auch unser Frühstück bekam  heute eine ganz spezielle Note:

Nutellabrot mit Glitzer - das passt ja noch, aber die Salami mit Glitzer, das entlockte dann schon den einen oder anderen Schauder.

Praktisch auch, dass, wenn man sein Bild hochnahm, die Hälfte von dem Glitzerzeugs zur freien Wiederverwendung erstmal wieder abfiel.

Während das Zeugs auf Papier weniger haftete, kann ich erfahrungsgemäß behaupten, dass es sich auf jeglicher Haut bestens hält.
Versucht man, das Geglitzere abzuwaschen verteilt man es großflächig auch auf zuvor unbeglitzerte Körperstellen.

Doch wie bekundete Lena, als ich gerade zum Kindergarten kam:

"Boaaah, Mama, du siehst aus wie eine echte Prinzessin!"

Es ist natürlich ein echter Heiligenschein, der da über meinem Haupte schwebt!


S. 13.12.2005, 15.32 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

eine handvoll Bonbons

Nein, niemand hat mich gezwungen, geschätzte 34 Karamelbonbons gierig hintereinander weg zu schlingen.
Ja, ich bin mir der Tatsache bewusst, dass einem von 34 klebrig, süßen und im Grunde ekelerregenden Bonbons, verspeist in, ebenfalls geschätzten, zehn Minuten, grottenübel werden kann.

Nein, ich möchte kein 35. Bonbons mehr.
Ja, ich finde noch allein zur Toilette.
Danke.

S. 12.12.2005, 18.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich

kindlich ehrlich

Heute morgen im Kindergarten.


"Bist du Lenas Mama?"


"Ja."

"Warum hast du denn sone dicke Nase?"

"Die ist mir eben einfach so gewachsen."

"Boah, hässlich."

"Findest du?"

"Ja, aber es können  ja auch nicht alle Menschen schön sein!"

S. 12.12.2005, 17.43 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

bisschen viel Rauch um nichts

Nun weiß ich also, dass unsere Rauchmelder funktionieren und das in einem sehr durchdringendem Tone.
Gut, im Kochbuch stand jetzt nicht explizit, dass eine Gans im Backofen derart herumsuppt, dass eine Menge Qualm entsteht und man vor dem Essen noch kurz in die Klinik muss mit Verdacht auf Rauchvergiftung, aber ansonsten kann ich das Rezept mit der Biersoße durchaus empfehlen.

Lassen wir die anderen Spielereien, wie Rotkohl und dergleichen beiseite, würde ich sagen, das Essen war durchaus gelungen, wenn auch meine Küche nun eher einem traurigen Schlachtfeld gleicht.

Meine Köchinnenehre gerettet hat letztlich jedoch das köstlich, wenn auch unausprechliche Mokka-Parfait.

Ich liebe es.
Und da noch ein Menge übrig ist (irgendwie habe ich es nicht so mit dem portionieren), gönne ich mir nun ein Tellerchen und verschiebe das Aufräumen auf morgen......

S. 11.12.2005, 20.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Tsunami - ein Jahr danach

Ich verfolge mit großem Interesse die Reise von Ralph Sina ins Tsunami Gebiet.
Da ich es nicht schaffe, alle Berichte auf WDR 2 zu verfolgen, nutze ich das Online Tagebuch und lese nach.


---> Tsunami - ein Jahr danach

S. 11.12.2005, 15.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zeitgeschehen

Küchenchaotin


Es muss ein fremder Geist aus mir gesprochen haben, als ich neulich - sehr spontan - unsere Großfamilie zum adventlichen Essen einlud.
Schon als die dubiosen Worte meinen Mund verließen, brach der Angstschweiß aus, denn Kochen + ich, das ist eine sehr einfache Gleichung, die stets und immer im CHAOS mündet.

Selbstverständlich hätte ich mir liebend gerne in den Allerwertesten getreten, als diese spontane Einladung so aus mir herausquoll, mangels Bewegungsfähigkeit gelang mir dies - nun ja - leider nicht.

Heute ist nun also Tag X.
 Nicht, dass ich mich mit einem popeligen Auflauf begnüge, nein, um das Chaos zu perfektionieren habe ich ja, man lese und staune, zum GANS Essen eingeladen. Gans.

Mein Verhältnis zu diesen possierlichen Tieren war bislang ungetrübt. Noch hatte ja auch keine meinen Ofen von innen gesehen.
Nicht, dass ich irgendeine Ahnung habe, wie man so ein Tierchen zubereitet. Glücklicherweise besitze ich einen Haufen ungelesener Kochbücher und so fand sich rasch ein nettes Rezeptchen: Gans mit Biersoße.

Das nächste Problemchen, das sich nun auftat war, wie viel GANS braucht denn so ein Familienauflauf (ha, welch neckisches Wortspiel!)?
Also ich hätte da jetzt mal eine 3,5 Kilo Gans und vier Ganskeulen (oder wie die Teile heißen).
Sollte das zu wenig sein, kann ich es nicht ändern, denn mein Backofen ist definitv VOLL.

Selbstverständlich gibt es nicht nur Gans, nein, wenn ich einlade, dann natürlich richtig.
Vorweg werde ich einen Wintersalat kredenzen (das ist der einzige Menuepunkt, der mir keine Sorgen macht).
Dann gibt es natürlich Knödel zur Gans, Bratäpfel, Rosenkohl und Rotkohl.
Auch hier wähle ich die komplizierte Variante, wenn schon blamieren, dann auf ganzer Linie, und bereite den Rotkohl mit karamelisierten Walnüssen zu.
Jawohl.
Maronen lass ich weg. Die sind eklig und übersteigern mein nicht vorhandenes Kochtalent um ein Vielfaches.
Ach ja, das Desert. Neeee, neee, kein plumper Anrührpudding aus der Tüte.
Oh nein.
Es gibt ein Mokka Parfait.
 [Ich kann das Wort zwar nichtmals ausprechen, aber egal, das Zeug gefriert gerade - HOFFENTLICH - im Eisschrank.]

Dazu lecker Weinchen und so und ein bisschen Geplauder.

 Das Problem an der Sache ist nur, dieses ständige Gespüle. Auf rätselhafte Art und Weise entschwinden während des Kochvorgangs irgendwie immer sämtliche Besteckteile, Teller und Töpfe aus allen Schränken und Laden.
Meist findet sich hier ein tropfender Löffel und dort ein dreckiger Topf an den umnöglichsten Stellen wieder und - ehrlich - es ist mir schleierhaft wie die Teile dorthin kommen.

Da nehme ich zum Beispiel Löffel 1 und rühre in irgendwas herum. [Man muss ja ständig in irgendwas rühren, beim Kochen, oder?]
Währenddessen, das ist das sehr Heimtückische am Kochen, kocht mit Sicherheit etwas über, brennt an oder verdirbt auf sonstige mysteriöse Weise.
Schnell muss man da doch Löffel Löffel sein lassen, ihn tropfender Weise irgendwie und möglichst schnell loswerden, nur um anderen Schaden zu beheben.
 Kaum kümmere ich mich um den besagten weiteren Schaden, muss aber mit großer Sicherheit schon wieder irgendwo gerührt werden.
Selbstverständlich konnte ich mich während der Schadensbehebung nicht um so lapidare Dinge, wie dem Merken des Ablegen des Kochlöffels oder so (?) HÄ? kümmern.
Ein neuer Löffel muss her.
Spielt man das ganze zwanzigmal durch hat man keinen sauberen Löffel mehr.
Das ist ärgerlich, da wie gesagt, ja stets und ständig und überhaupt etwas gerührt werden muss.

Ich meine, ich komme ja nichtmals zum Trinken. Biolek süppelt sich ja beim Kochen immer nett sein Weinchen. Ich hingegen schütte mir etwas ein - ANTIALKOHOLISCH, nur, um ja den Überblick zu wahren - und kann mir sicher sein, das Glas nie wieder zu finden, da tausende von Deckeln, Töpfen, Brettchen etc. die Küche in ein Sperrgebiet verwandelt haben.

Und dann die Sache mit den Heißwerden, Heißbleiben, Heißsein. Ich weiß schon jetzt, sollte die Gans pünktlich um 18 Uhr heute Abend heiß und gar und nicht verbrannt sein, so wird der Rotkohl schon wieder kalt, der Rosenkohl erst gar nicht heiß, die Bratäpfel verbrutschelt, die Klöße nur halbgar und ich am Ende sein.

Aber schön, diese Einladung ausgesprochen zu haben.
Ich freue mich, nein wirklich.

 Nur die arme Gans, die tut mir ein klitzeklein wenig leid.

S. 11.12.2005, 13.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Zwischengeschlechtliche Mädchenweisheiten

Sophia, mit ihren fast vier Jahren, beschäftigt sich sehr mit den zwischenmenschlichen Geschlechtlichkeiten.
Gerade erklärte sie mir:

"Ich weiß warum Frauen keinen Schniedel haben. Nicht alle Frauen, manche haben ja einen. Die Frauen haben nämlich meistens keinen Schniedel, weil der Schniedel das bei den Frauen gar nicht aushalten würde!"


S. 10.12.2005, 18.37 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

Mutterohren

Ich weiß ja nun nicht, wie viele Veröffentlichungen, Gedanken und weitschweifige Philosophien über das überquellende Mutterherz in breiter Öffentlichkeit zu finden sind, aber, so meine Einschätzung, es sind sehr viele.

Hingegen wird ein anderes, mütterliches Organ, schmählich vernachlässigt: die Mutterohren.

Es erscheint mir durchaus im Bereich des Möglichen, dass mir das Muttergehörgen fehlt, abhanden gekommen ist oder mal zur Überholung in die Werkstatt müsste.

Jedenfalls plagen sich meine Ohren täglich, unermüdlich und unhonoriert.

Frühmorgens müssen sie das posaunen- und fanfarenartige Gebrüll unserer Jüngsten (bevorzugt in nächster Nähe des besagten Organs) aushalten und ein mehrfaches:

"Wahhhhaaaaaan steeeeeehssssssu endlich AUF!"

verarbeiten.

Nicht zu vergessen, das mehrfach tägliche:

"Maaaaamaaaa, ich bin feeeeeertig, kannst du mir den POPO abputzen?"

Das vorsichtshalber, da man ja nicht weiß, wo Muttern sich gerade befindet, in Überschalllautstärke von sich gegeben wird, so dass notfalls, sofern Muttern nicht reagieren sollte, auch ein hilfsbereiter, drei Häuser weiter wohnende Nachbar einspringen und zur Hilfe eilen kann.


Wichtig ist es auch, die lapidare Bitte um zum Beispiel Cornflakes nicht in Zimmerlautstärke zu formulieren, sondern gleich einen hysterischen Kick in den Wortlaut unterzubringen, damit jeder erkennen kann, dass das Kind nahezu am Verhungern ist.

Und dann freuen sich die Mutterohren natürlich ganz besonders darüber, dass das große Kind nun die Fähigkeit entwickelt hat zu pfeifen.
Selbstverständlich quillt das Mutterherz vor Stolz über, wenn ein weiterer und gleich so immenser Entwicklungsschritt getan wird, die Ohren hingegen quillen nicht, sie wirken eher: gequält.

Pfeifen kann man übrigens stundenland, ausdauernd, extrem schief und schräg, keine Tonlage treffend und auf eine, ja, ich würde sagen, sehr nervtötende Art und Weise.
Doch wie gesagt, das stolze Mutterherz........

Eine Spur dramatischer wird es, wenn Töchterlein zur Blockflöte greift.
Nein, nein, natürlich soll unser Kind musikalische Förderung erhalten, nur, ja, nur, dass irgendetwas mit meinen Ohren - wie eingangs erwähnt - nicht stimmt.

Das nonstop Eintonblasen mit verrutschenden Fingern dringt ungefiltert durch die Ohren ein und lässt so ein kleines, gedrängtes Hirnzucken entstehen.
Dreißig minütiges Blockflötenüben und ich fühle mich geneigt, freiwillig eine Reha anzutreten.

Gefährlich auch immer der Wunsch eines meiner Kinder, mir ins Ohr flüstern zu wollen.
Hätte ich Zeit genug vor diesen meist überraschend und hinterrücks angewandten Trick, ich würde meine Ohren mit Watte füllen, aber aufgrund des Zeitmangels schreit es dann schonmal in mein Ohr:

"Mama, ich hab ein Deheimnis! Sag das aber nicht weiter....!"

Nein, mein Kind, keine Sorge. Ich nehme an, unsere ganze Straße ist nach dem Flüstern gut informiert.

Gerade eben, als ich übrigens meine Kinder zum Zimmeraufräumen rief musste ich mir erklären lassen:

"Schrei doch nicht so, Mama! Das ist zu laut für unsere Ohren!"









S. 10.12.2005, 10.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs