
»Ist das äußere Schicksal über mich hingegangen wie über alle, unabwendbar und von Göttern verhängt, so ist mein inneres Geschick doch mein eigenes Werk gewesen, dessen Süße oder Bitterkeit mir zukommt und für das ich die Verantwortung allein auf mich zu nehmen denke.«
(H.Hesse in "Gertrud")
Captcha Abfrage
| Hanna |
| Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (: |
| 26.11.2011-16:21 |
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| Gartenfee |
| Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade. |
| 25.2.2011-23:00 |
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| patricia |
| wie heißt deine lehrerin!!!!!!!! |
| 1.3.2008-16:20 |
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| NIcole |
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Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki |
| 30.3.2007-9:25 |
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| Renate |
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Hallo, ich habe nicht herausgefunden, wie ich dich ansprechen kann. Ich lese jetzt durch ZUfall schonfast eine Stunde in deinem Blog. Du hast einenherzerfrischenden Humor und man kanneigentlich gar nicht aufhören, zu lesen. Vor allem, wenndu über den Nachwuchs schreibst, ist es so richtig lieb!
Ich gratuliere dich, dass du manch' Ungutes hinter dich gebracht hast! War gerne da! Lb. Grüße RENATE |
| 2.3.2007-18:21 |
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über Takt, missfallende Geschenke und überhaupt
Dieser Mensch wollte uns eine große Freude machen. Die Kinder sind begeistert. Sie lieben das "Teil".
Ich persönlich finde es schauderhaft und es entspricht so ganz und gar nicht dem, was ich gerne so an der Haustür hätte.
Und nun zu dem eigentlichen Problem. Ich bin nicht in der Lage - taktvoll - zu erklären, dass das liebgemeinte Geschenk nicht meinem Geschmack entspricht.
Die Gefahr, den schenkenden Menschen zu verletzen halte ich für sehr groß und jetzt frage ich mich, was schlimmer ist.
Das Geschenk zu "ertragen" oder jemanden vor den Kopf zu stoßen?
Gut, die Kinder sind glücklich mit dem "Teil" und ich sehe es im Grunde ja nur, wenn ich raus gehe oder heimkomme.
Allerdings möchte ich ungern, dass Besucher meinen, dies entspräche meinem Geschmack.
Was aber sollen Besucher anderes denken, wenn sie von diesem "Teil" sozusagen "begrüßt" werden?
Derzeit löse ich das Problem immer, indem ich allen Besucher erkläre, wir hätten das "Teil" geschenkt bekommen und überhaupt.
Es kann doch - verflixt nochmal - nicht so schwierig sein, anderen Menschen zu sagen, dass man ein Geschenk zwar sehr lieb gemeint findet, aber es dennoch nicht mag.
Nur ich, ich kann das nicht.
Irgendwie.
*seufz*
S. 13.08.2005, 12.51 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram
neue Lehrer braucht das Land
Und es bleiben immer noch viel zu viele Löcher.......
S. 13.08.2005, 07.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zeitgeschehen
der feine Unterschied
er (vor einigen Wochen): "Mist, ich bin heute geblitzt worden!"
sie (freundlich): "Und? Wie viel bist du zu schnell gefahren?"
er: "Ich glaub da war 100 und ich bin so 110 oder 120 gefahren!"
sie (freundlich und tröstend): "Ach je, hätte mir auch passieren können!"
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sie (gestern): "Ich bin heute geblitzt worden!"
er (völlig entnervt): "WO?"
sie: "Als ich bei Aldi rechts abgebogen bin!"
er (sehr laut und genervt): "Da ist 30 Mann!"
sie: "30 ??? Oh, ich glaub, ich bin so 50 oder so gefahren."
er (laut motzend): "Na super. Bestimmt ist die Fleppe weg. Herzlichen Glückwunsch! Gut, dass überall Schilder stehen!"
S. 12.08.2005, 21.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
das hab ich nun davon
Und, was habe ich nun davon?
Ein mächtig schlechtes Gewissen.
Selbst Schuld.
S. 12.08.2005, 20.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
Unlust
Hier zu Hause ist es doch im Grunde auch ganz nett. Ich hätte da noch rund 250 Seiten im "Schwarm" zu lesen. Das Sofa lacht, vielleicht die Wanne, das Bett.
Ein wenig im Internt rumgrabbeln.
Alles, nur ja keine Bewegung.
Am besten noch etwas zu Futtern nebenher. Egal was, Hauptsache ungesund und kalorienträchtig.
Auf in die alten Verhaltensmuster.
Ich bräuchte da gerade mal jemanden, der mich tritt und auf Trab bringt.
Sonst gewinnen Sumpfkuh, Schweinehung, Aufschiebgene und wie sie alle heißen.
(Kein Wunder, sie sind klar in der Überzahl!)
S. 12.08.2005, 17.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich
rekordverdächtig
Ich bin mir nicht sicher, ob sie auf einen Eintrag ins Guiness Buch aus ist, aber sie versucht in der Tat, in jedem ihrer Sätze möglichst häufig und vor allem laut solch wunderbaren Wörter wie: "Aa", "Scheiße", "Penis", "Scheide" und "Schniedel" unterzubringen.
Während ihre ältere Schwester ein dankbares Publikum abgibt und sich vor Lachen dann kaum halten kann, frage ich mich, wann diese Phase wohl ein Ende finden wird?
S. 12.08.2005, 08.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Wenn Politiker bloggen gehen.......
Wenn Politiker bloggen gehen.....
Es sieht nicht so aus, als hätte ich dort irgendeinen neuen Lieblingsblog entdeckt!
S. 12.08.2005, 07.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges
und da wir gerade bei Politik sind
S. 11.08.2005, 20.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
prollig
Natürlich weiß ich immer und grundsätzlich, was ich persönlich als "prollig" empfinde. Das Problem mit derartigen Begrifflichkeiten ist dies, dass jeder etwas anderes damit meinen kann.
Ich nehme an, die Prolltoleranzgrenze ist da bei jedem Menschen auch sehr individuell zugeschnitten.
Was besagte Liedtexte betrifft, so gerät recht schnell in meinen Prollbegriff, all das, was mit Beleidigungen und Fäkalsprache einhergeht.
Nun bin ich ja, wie ich auch auf verlinkter Seite lesen konnte, nicht mehr wirklich jung. Als jung, so lese ich dort, gelten (anscheinend) die 20 bis 30 jährigen. Aber das ist im Grunde auch richtig so, irgendwo muss man schließlich mal klare Grenzen ziehen.
Da ich ja nun also nicht mehr jung bin, fehlt mir vielleicht einfach das Gefühl für den RAP an sich.
Vielleicht geht dieser ja immer mit einer - na, nennen wir sie mal - Umgangssprache daher. Vielleicht muss das so sein? Vielleicht bin ich bloß unwissend oder gar ignorant?
Bleibt die Tatsache der Beleidung. Etwas, was für mich "flach" und "prollig" und vor allem auch niveaulos ist.
Aber, und das sei hier explizit festgehalten, dies ist nur meine ganz persönliche Meinung, keine allgemein gültige Weltanschauung.
Ich mag Frau Merkel nicht. Keine Frage. Aber bitte was geht mich schon groß ihr Äußeres an? [Sitze ich nicht eh im Glashaus oder wie war das?]
Kritik an der Sache kann ich nachvollziehen. Kritik an ihren Äußerungen und ihren Taten. SACHLICHE Kritik. Alles andere, nö, damit kann ich mich nicht identifizieren und muss es gottlob auch nicht.
Übrigens gilt das in sämtliche Richtungen.
Und Textzeilen wie:
"Viele schalten bei ihrem Namen auf Protest weil sie denken, die hängt den ganzen Tag in Ärschen von US-Präsidenten..."
halte ich für irgendwie so gänzlich daneben.
Aber wie gesagt, ich bin ja auch nicht die Zielgruppe und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
In diesem Sinne:
Ich finde es klasse, wenn Menschen ihre Talente für ihre Überzeugungen einsetzen.
Manchmal überzeugen sie mich damit, reißen mich mit, argumentieren mich k.o.
Manchmal eben auch nicht.
S. 11.08.2005, 20.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Wahlkampf kurios
S. 11.08.2005, 08.24 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges
Geburtstagswünsche
"Schwesternmord" von Tess Gerritsen, "Operation 9/11" von Gerhard Wisnewski sowie "Geheimsache 09/11" von Nafeez M. Ahmed.
Darauf mein Gegenüber:
"Bücher? Du wünscht Dir Bücher? Du hast das ganze Wohnzimmer voller Bücher. Wozu brauchst du noch mehr Bücher?"
Sonderbare Frage.
Zum Lesen vielleicht?
S. 11.08.2005, 07.54 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Sport
Immerhin starte ich in die zweite Abnehmrunde und es liegen weitere 15 bis 20 Kilochen vor mir.
Es hieß zuvor: Für absolute Anfänger. Damit meinten die also Menschen wie mich. Pünktlich zog ich von dannen, fand mich zwischen dreißig schlanken Damen wieder, denen ich nur ins Gesicht schauen musste, um zu erkennen, dass ihnen bei dem Kurs nicht mal das Make-up verlaufen würde.
Die perfekte Umgebung für mich. (Nicht weil ich schlank wäre, nein, weil ich erst gar kein Make-up trage!)
"Hey, wer von euch hat denn noch nie Aerobic gemacht?", schreit Yvonne, die Kursleiterin.
Enthusiastisch reiße ich meinen Arm in die Höhe (im guten Glauben, das täten nun ALLE), nur um ihn kurz darauf verschämt lächelnd wieder abzusenken.
"Och, nur du. Das ist ja klasse. Dann gehen wir es direkt ein wenig schneller an!", jubelte Yvonne, die Dame des Einsteigerkurses.
Mit einem Male dröhnte mir laute Musik in den Ohren und wilde Befehle wurde durch die Gegend geschrien. Das Mädel neben mir fing an zu hüpfen, also hüpfte ich auf gut Glück ebenfalls.
Gut, ich merkte zu spät, dass das Mädel nur hüpfte, weil sie sich wohl irgendwie den Fuß verknickst hatte, aber Hüpfen kann ja irgendwie nie so richtig verkehrt sein.
Ein bisschen seltsam fand ich es schon, dass Yvonne sich mit der flachen Hand auf den Kopf schlug, aber da ich diese Bewegung beherrschte und sie mir weder Atem noch Energie nahm, machte ich auch dies willig nach.
Mag sein, dass ich ein wenig bis knallrot anlief, als Yvonne durch ihr Mikro schrie:
"Hey, wenn ich mir mit Hand auf den Kopf schlage bedeutet das nur: Von Anfang an!"
Sicher, wusst ich, wollte mich nur mal rasch kratzen dort oben.
Nach 15 Minuten war ich nicht nur schweißgebadet, nein, ich badete auch in Scham und überlegte, ob es zu peinlich wäre, den Saal genau JETZT zu verlassen. Allerdings war mein Ehrgeiz (Ehrgeiz???) angestachelt und ich dachte: "Euch blöden Tussis zeigs ichs!" (Man möge mir die "Tussis" verzeihen, aber ich war physisch und psychisch nicht mehr Frau meiner Sinne!)
Diese Schrittfolgen und Drehungen, dieses Gehüpfe und Geschlenkere mit den Armen forderte meine ganze Konzentration. Es hat durchaus etwas sehr Unangenehmes, wenn man mit einer ganzen Wand von Frauen zusammenstößt, die sich alle in die verkehrte Richtung zu drehen scheinen.
Auch das Drauflatschen auf den Fuß des Nachbarmädels macht die Sache nicht leichter oder weniger peinlich.
Irgendwann konnte eh keiner mehr erkennen ob mein gerötetes Gesicht vor Scham oder außer-Puste-sein den Rotton angenommen hatte, also war eh alles egal.
Die Parole hieß: Durchhalten!
Ich aerobicte was das Zeug hielt. Meine Arme ließ ich allerdings irgendwann nur noch baumelnd herabhängen, da ich eindeutig schon sehr damit ausgelastet war meine Füße an die richtige Stelle zu setzen.
Durchhalten.
Nicht, dass meine Bewegungen von großem Taktgefühl zeugen würden. Der große Wandspiegel zeigte mir dies auf eine sehr unerschütterliche Weise und ich nahm mir vor, beim nächsten Mal (nächstes Mal ??) keine Brille zu tragen.
Während ich mich durch den Aerobic Part noch gerade eben so durchwurschtelte wurde es ganz wild, als wir die Stepteile holen mussten.
Na, diese Dinger, die aussehen wie XXL Fußbänke, nur eben nicht aus Holz sondern aus Kunststoff.
"Hey, Susanne, stell dein Teil ruhig niedrig ein. Die anderen bitte auf "hoch"!" Es ist schön, dass die ganze Gruppe direkt erfährt was für eine Niete ich bin. So hält jeder direkt Abstand.
Hat alles was Praktisches an sich.
Das mit dem Step jedoch ist sehr vertrackt. Während ich beim Aerobic nach vorne schauen und schlicht nachmachen konnte, musste ich nun nach vorne schauen und dann schnell wieder auf das Stepteil, um selbiges bei den drolligen Schrittkombinationen nicht zu verfehlen.
Gucken, schauen, nachmachen - dies führte unweigerlich dazu, dass ich immer drei Übungen nachhinkte.
Naja, das mit dem Peinlichkeitsgrad ließ sich nicht steigern und überhaupt, DURCHHALTEN war die Parole.
Mein rechts-links Problem wurde beim Step zu einem großen Problem, die Drehungen brachten mich gänzlich raus, irgendwann machte ich einfach irgendwas.
Und zu diesem Zeitpunkt begann ich mich besser zu fühlen - nein - wirklich.
Was interessierte mich Yvonne mit ihrer blöden Choreografie. Das kann ich auch selbst.
Ich steppte alles aus mir heraus, was mir das nach vorne schauen ersparte und kam bestens klar.
Sicher, ich gelte jetzt im Studio als Gefahrenquelle und ein wenig verschroben, aber ich kann voller Stolz behaupten: Ich habe 90 Minuten Aerobic und Step durchgehalten.
Durchgehalten.
Ohne Asthmaprobleme. Ohne wegzulaufen. Ohne Gejammere. Ohne Verletzung.
Ich bin eine Heldin.
Oder einfach nur blöde.
Wie man's nimmt!
S. 10.08.2005, 21.41 | (6/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich
die kleinen Anfälle des Lebens
Wohlgemerkt: Sie liebt Apfelschorle. Eigentlich. Aber was eigentlich gilt muss nicht stets und immer und überall gelten und heute, nun, heute mochte unsere Jüngste wohl ganz offensichtlich keine Apfelschorle, da sie sich beim Reichen des Getränkes theatralisch auf den Boden warf und hysterisch schreien musste.
An sich nicht so ein großes Problem. Ich bin geübte und mittlerweile selbstbewusste Ignorantin.
Nun stelle man sich aber vor, man befände sich in einem großen Freizeitpark umgeben von Menschenmasssen. Man stelle sich weiterhin vor, die Menschenmassen um einen herum starren irritiert zunächst die Tochter, anschließend die Ignorantin - in diesem Falle mich - an.
Diese Vorstellung allein: hysterisch am Boden schreiendes Kind, Mama, die sich nicht kümmert, Menschenmassen - genügt im Grunde, um einen - genauer MIR - den Hals schwellen zu lassen.
Kommt nun noch der Oma Faktor hinzu, kann es zu einem innerlichen Anfall der Ignorantin - immer noch ich - kommen.
Alles in allem macht das genau genommen drei Anfälle.
1. Ausgangsanfall des Kindes (laut, hysterisch, unangenehm und irgendwie grundlos)
2. Oma Anfall: "Sollen wir SOFORT nach Hause fahren? Siehst du hier irgendein Kind weinen? Nein. Ich auch nicht. Die lachen alle, nur du heulst. Hör auf oder wir fahren!"
3. Innerer Tobsuchtsanfall der Ignorantin, in diesem Falle gleichzeitig MUTTER und TOCHTER --> Fatalfaktor
Während ich als Mutter bestens darin geübt bin - und das nach nur fünf Jahren Muttersein - werde ich es als Tochter - und das nach bereits 35 jähriger Erfahrung als diese - niemals zur Ignorantin bringen.
Schade eigentlich.
S. 10.08.2005, 20.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Ausflugsziel
Jetzt hoffen wir nur noch, dass der Regengott heuten dringend einen Tag Pause benötigt!
S. 10.08.2005, 07.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
Schätzings Schwarm I
Nachdem ich den ersten Teil geradezu verschlungen habe - nun ja zumindest nachdem ich in Anlauf elf (!) über die ersten drei Seiten gekommen bin - ermüdete mich Teil II ja schon zusehends und ich konnte wenig anfangen mit diesem - nahezu überflüssigen - Ausflug in Anawaks Vergangenheit.
Jetzt, in Teil III angekommen, schaffe ich gerade mal zwei Seiten pro Tag, weil ich dann das Buch vor Langeweile aus der Hand legen muss.
Irgendwie wäre es tröstlich zu wissen, dass es noch lohnen könnte durchzuhalten.........
S. 10.08.2005, 07.14 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Aufschiebegen
Das, was ich leider aber im Überschuss abbekommen habe - als es, wann auch immer, wo auch immer - an die Verteilung von irgendwelchen Genen ging ist das Aufschieb-Gen.
Das - der Kommunikation mit mir mächtigen - besagte Gen neigt dazu, sich immer dann in den Vordergrund zu drängeln, wenn ich - als wirklich sehr vernünftig denkender Mensch - etwas ungemein Wichtiges vorzuhaben gedenke.
Harmlos tritt es dann in Erscheinung, wenn ich mir zum Beispiel vornehme die seit Monaten sträflich missachteten Fenster zu putzen.
"Hey, wart mal eben. Das muss doch wohl nicht HEUTE sein. Setz dich hin, mensch, entspann dich.", raunt es mir ins Ohr und sein schmusig weicher Tonfall lässt mich wie in Trance widerspruchslos gehorchen.
Oder zum Beispiel wichtige, im Grunde unaufschiebbare Korrespondenz muss erledigt werden: "Gott, Suse, nur keine Panik. Heute ist Freitag. Der Brief kommt eh erst Montag an, dann kannst du ihn auch gleich erst am Sonntag schreiben und einwerfen, das kommt auf dasselbe heraus!"
Ein durchaus logischer und schnell nachvollziehbarer Gedanke, oder?
Manchmal suggeriert mir dieses Gen auch: "Sport? Du willst heute noch zum Sport? Mach dich nicht lächerlich. Morgen ist auch noch ein Tag. Für heute Abend waren doch die Gummibärchen und Haselnuss Kugeln vorgesehen, oder?"
Ich meine, wer macht sich schon gerne lächerlich?
Und Widerspruch, Widerspruch einzulegen das ist so eine Sache. Neulich, als mir danach war, Garderobenschilder für das neue Schuljahr anzufertigen und auszudrucken, da wurde mir tuschelnd mitgeteilt:
"Die Ferien sind noch lange nicht zuende. Keep cool. Du kannst die Teile heute eh nicht ausdrucken, du hast nämlich keine Farbpatrone mehr im Drucker!"
Mein durchaus geweckter Widerspruchsgeist gab zu bedenken:
"Hallo Kollege. Die Farbpatrone steckt nur nicht im Drucker, weil du gestern, als ich sie kaufen wollte, der Meinung warst ich solle besser warten bis sie im Angebot sei!"
"Da siehst du es!" blafft mich das aufsässige Gen an "Ohne mich schaffst du es nichtmal dein Geld zusammenzuhalten!"
S. 09.08.2005, 20.06 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
Zusammenleben
Der sich Ruheoasen schafft, in die er ungern andere Menschen lässt und wenn dann nur zu seinen eigenen Bedingungen und zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt.
Ich stelle es mir mühsam vor mit einem Menschen zusammenzuleben, deren kompliziertes Denken raumfüllend ist. Einem Menschen, der es liebt sich mitzuteilen, es aber ebenso sehr schätzt, zu schweigen.
Es muss durchaus anstrengend sein, mit einem Menschen zusammenzuleben, der im Grunde seines Herzens vielleicht nicht für das Zusammenleben geschaffen zu sein meint.
Einem Menschen, dessen Gedankenfülle, Gedankendrang und Chaotismus besitzergreifend und erschlagend wirken müssen.
Es kann einfach nicht leicht sein mit so einem Menschen zusammenzuleben.
Einem Menschen wie mich.
S. 09.08.2005, 19.31 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
darf ich vorstellen ... ??
Irgendwie bin ich dann auch noch jene Frau, die sich - zu Hause angekommen - gänzlich überrascht und erstaunt über weiß-klebrige Spuren im Kofferraum wundert und sich allen Ernstes fragt, warum die Unterseite ihrer Sporttasche schneckenähnliche Gleitspuren hinterlässt.
Noch Fragen?
S. 09.08.2005, 12.52 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
charmant
"Luft?"
"Ja, tuck doch mal wie schlapp die sind!"
Herzlichen Dank, mein Kind!
Genau DAS möchte ich um fünf in der Früh hören.
S. 09.08.2005, 08.48 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Lernstunde
Mein Kühlschrank müsste abgetaut werden. Das Ceranfeld hat Macken. Die Armaturen im Bad bekommt man schnell mit Essig wieder auf Saubermann und die Blumen bräuchten wirklich mal Wasser. "Vor dem Gießen fühlst du einfach mit dem Finger in die Erde!" sooo, *zeig*, Finger in die Erde steck "und schon weißt du, ob sie Wasser brauchen!"
Das Altpapier sollte niemals so lange in einer Kiste unter der Eckbank stehen. Wer weiß, was sich da für Ungeziefer bilden kann. Apropos, Silberfische kommen daher, wenn man zu viel Feuchtigkeit auf dem Boden lässt.
"Was ist mit deinen Haaren passiert? Noch knalliger geht es wohl nicht, oder? Du solltest daran denken, dass du in Kürze 36 wirst und zwei Kinder hast!"
[Nicht, dass die Gefahr bestünde dies jemals zu vergessen!]
An die Fenster müssten Fliegengitter, nicht nur in der Küche, auch im Wohnzimmer. Der Flur ist so sauber auch nicht mehr. Muss man die Bügelwäsche in Klappkisten sammeln?
"Wie viel hast du denn jetzt abgenommen? Sieh ja zu, dass du nicht wieder so fett wirst. Bisschen was kann ja durchaus noch runter!"
Ja, die Tischdecke ist schön, aber die Kanten hätte man durchaus akkurater bügeln können.
"Und weshalb isst du jetzt das Wild nicht? Die Kinder lernen das ja von dir mit dem Herumgezimperln beim Essen!"
Einen neuen Fliesenreiniger gibt es jetzt auch. Und für die Dusche, etwas zum Entkalken. Na, die Hose hat aber auch schonmal bessere Tage gesehen.
"Und, heute Abend Sport? Geh mal ruhig, sei nicht so faul. Tu was!"
Nun ja. ich wäre gegangen. Wirklich. Ganz bestimmt. Sogar verabredet war ich. Hatte mir fest vorgenommen BOB (keine Ahnung was das zu bedeuten hat) auszuprobieren. Nur die Nonstop Lernstunde von heute Mittag bis zum Spätnachmittag hat mich derart schachmattet, dass nichts mehr geht.
Man lernt doch nie aus im Leben.
Nie.
So viel steht fest.
S. 08.08.2005, 20.21 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
zickig
"Boah, stimmt ja gar nicht. Ich hab nur ein bisschen gerupft, Phia!"
"Ja, derupft und das tat danz doll weh!"
"Na und, du hast mich ja auch bespuckt!"
"Ich hab aber nur wenig despuckt. Nur so ein bisschen. Das ist mir aus meinen Mund gelaufen. Nicht richtig despuckt hab ich, Mama!"
"Na uuuhund. Phia spucken ist spucken und spucken ist eklig!"
"Gar nicht, nee, Mama?"
"Wohl!" *schubbs*
"Mama, die Lena hat mich deschubbst!"
"Das ist mir aus Versehen passiert!"
"Dar nicht!"
"Jawohl!"
Aufgrund dieser neverending story sah ich mich genötigt dieses praktische Kleidungsstück zu erstehen. Somit kann ich meine lieben, nichtsahnenden Mitmenschen direkt warnen:

;-)
S. 08.08.2005, 17.40 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
FrauenBLOG? -- MännerBLOG?
"Rosa, rot, Windelkram und Tupperware!"
Ehrlicherweise musste ich dann eingestehen, dass dieser Blog in der Tat warme Rottöne beheimatet, dass ich mit dem Wort "Windelkram" etwas anfangen kann und dass sogar TUPPER mal ein Begriff war.
Somit bin ich nun also einklischeeiert. Dies ist ein Frauenblog. Ein typischer.
Mein gestriges - übrigens männliches - Gegenüber stellte daraufhin fest, dass kein Mann niemals solche weibischen Ergüsse lesen würde, werde oder was auch immer.
Echte Männerblogs hingegen hätten es für sich.
Dort schriebe man über Politik, das Zeitgeschehen, die harte Arbeit und das Leben überhaupt.
Nun weiß ich also Bescheid.
Harte Arbeit und das Leben überhaupt.
AHA.
S. 08.08.2005, 09.16 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges
mein politisches ich
Mein politisches ich wurde auf recht unschöne Weise an einem Schulvormittag wach gerüttelt. Gelangweilt saß ich in einer Geschichtsstunde. Vielleicht war ich so um die 13, 14 Jahre alt. Achte Klasse. Ich träumte. Selbstverständlich träumte ich, mich interessierte nicht wirklich, was da in der Schule geschah."Susanne, sag uns bitte wofür EU steht!", hörte ich mit einem Male die harsche Stimme meines eigentlich ganz netten Geschichtslehrers. Der Moment, in dem alle Augen sich auf einen richten. Du spürst förmlich, dass die Hälfte der Klasse eine peinliche Antwort erwartet, nur um laut loslachen zu dürfen. Meine Güte, EU. Woher zum Teufel sollte ich das wissen? Ich war gerade meinen Barbiepuppen entwachsen, mein erster Freund hatte sich umgebracht, also bitte, ich hatte wirklich andere Sorgen als mich darum zu kümmern, welche hirnrissigen Abkürzungen sich Politiker einfallen ließen.
EU.
Ich weiß noch genau wie ich da saß und mich dafür schämte nicht sofort mit der Antwort heraus sprudeln zu können. EU. Mein Hirn marterte sich. Die Blicke brachten mich ins Schwitzen.
"Susanne, komm, du wirst doch wissen, was EU bedeutet!"
EU. Wozu sollte ich so etwas wissen, wenn ich damit beschäftigt war "Don't answer me" zu übersetzen?
Mir rann die Zeit davon. Ich schämte mich. Ein Erdloch und ich wäre darin verschwunden.
EU.
Mir blieb eine Frist von maximal zwei Sekunden. Der Lehrer hatte nicht die geringste Lust länger zu warten. Die Schüler kicherten schon jetzt blöde.
EU.
"Europäische Union!", platzte ich mit einem Male heraus. Nein, es hatte mir niemand vorgesagt. Nein, ich habe es auch nicht wirklich gewusst. Und ja, es war mir immer noch sowas von egal.
Keine Ahnung, was in der Stunde eigentlich besprochen wurde. Keine Ahnung, wie die Stunde weiter ging.
Aber dieser peinliche Augenblick. Dieses lähmende Nichtwissen hat sich in mir festgegraben.
Mein politisches ich war erwacht.
Fortan las ich alles, was irgendwie mit Geschichte und Politik zu tun hatte. Sogar Parteiprogramme las ich. Quälte mich durch ellenlanges Gewulste, bildete mir eine Meinung, einen Standpunkt. Konnte rechts von links unterscheiden - nun ja, politisch zumindest.
Natürlich wurde ich aktiv. In der Oberstufe. Die Grünen, Amnesty International - ich interessierte mich, engagierte mich, desillusionierte mich.
Letztlich, irgendwann.
Heute frage ich mich, wann mein politisches ich sich eigentlich bequem zur Ruhe gebettet hat? Während des Studiums war ich noch eifrige Golfkriegprotestlerin. Und danach?
Im Referendariat gab ich Amnesty auf, zu wenig Zeit.
Kurze Zeit später war ich ganz sicherlich nicht mehr "grün" zu nennen.
Und dann?
Ich habe den Eindruck, in den letzten Jahren sind viele Dinge einfach an mir vorbei gerauscht. Zur Kenntnis genommen, aber in Hast und Eile. An der Oberfläche gekratzt, nie in die Tiefe gehend.
Welche Rollen waren es, die mich meisterlich und gänzlich absorbierten? Das Muttersein? Das berufliche Dasein? Das Leben als Partnerin? Wohl kaum. Vielleicht werden Blickwinkel enger. Vielleicht lässt man sich aber auch einfach von einer Woge der Gleichgültigkeit mitreißen?
War ich selbst mir stets Zentrum genug?
Es hat mich erschreckt, als mein politisches ich sich mit einem Male zu recken und zu strecken begann. Es räkelte sich hier und da und wurde schier vom Sofa gerissen, als ich ein Buch begann zu lesen und es nicht mehr aus der Hand legen konnte.
"11. September, Geschichte eines Terrorangriffs" von Stefan Aust, Cordt Schnibben. Nicht nur der grausame Inhalt dieses Buch jagte mir Schauer des Entsetzens über den Rücken. Die Tatsache, dass mein Blickwinkel sich in den letzten Jahren deutlich verengt hatte, die Tatsache, dass ich achtlos mein politisches ich schlafen ließ, die Tatsache, dass ich mit Scheuklappen durch das Leben lief hat mich ebenfalls erschüttert.
Nein, ich war nicht gänzlich desinteressiert. Auch nicht uninteressiert. Aber ich habe das genau Hingucken unterlassen. Und ich habe weggesehen. Das ist für mich das Schlimmste. Gewesen zu sein, wie ich eigentlich nicht bin.
Glücklichweise lässt sich ändern, was als ungut entdeckt und aufgespürt wird. Und das ist durchaus ein sehr befreiendes Gefühl.
S. 07.08.2005, 20.17 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
stille Freude
Zu sehr war ich mit mir und den meinen beschäftigt, der Blick nach außen ging verloren.
Um so mehr freue ich mich heute darüber, dass so viele Menschen mir schreiben, es sei schön mich wieder zu lesen.
Glaubt mir, noch schöner ist es, Eure Worte zu lesen. Danke.
S. 07.08.2005, 19.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges
tontekenzrieren
S. 07.08.2005, 07.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Stewardess
Nicht, dass ich je in den Genuss gekommen wäre mal in diesen Job hineinschnuppern zu können. Nein, das nicht gerade. Aber immerhin war ich so wagemutig eine sieben bis achtstündige Autofahrt mit einer drei- und einer fünfjährigen liebenswerten Passagierin anzutreten.
Mein sowieso nur schwach ausgeprägtes Mutterwarngern hatte mal wieder versagt und so setzte ich mich relativ frohgemut auf den Beifahrersitz, zwischen mir einen Proviantkorb, diverses, völlig durcheinander geratenes Kartenmaterial und in mir die gute Hoffnung auf ein paar Tage RUHE und Auszeit.
Wir fuhren aus unserer Einfahrt und alles war gut.
Es mag bei Kilometer 0,6 gewesen sein, als Sophia von hinten rief: "Ich muss Pipi!" Ha, kein Problem, zwar waren wir gerade - ungefähr fünf Minuten zuvor - auf der Toliette gewesen um genau SO einen FALL zu vermeiden, aber wir waren frisch, wir waren unbedarft und ausflugsjung.
Abgeschnallt, über den Korb und die Karten nach draußen balanciert, Kind ausgeschnallt, in die Büsche geeilt, Kind wieder angeschnallt, über das Chaos gestiegen, selber angeschnallt, weitergefahren.
Kleine Zeitverzögerung von vielleicht vier Minuten.
Muss ich erwähnen, dass Lena beteuerte nicht zu müssen?
Es muss bei - geschätztem - Kilometer 1 gewesen sein, als Lena einfiel, sie müsse eventuell doch mal ganz außerordenlich dringend. Während Sophia einen leichten Appetit verspürte, aber auf keinen Fall Gurke oder Tomate, lieber einen selbstgebackenen Keks von Oma zu verspeisen wünschte.
Während die hungrige kleine Dame einen kleinen, aber lautstarken Tobsuchtsanfall durchlebte, als ich ihr mitteilte, Omas Kekse hätten wir definitiv nicht dabei, dafür aber Gurke und Tomaten, begann Lena zu jammern, sie müsse wirklich dringend. Jetzt und nicht gleich.
Tomaten und weise Sprüche verteilend schob ich all dies auf die Anfangsaufregung. [Mir war zum damaligen Zeitpunkt durchaus nicht bewusst, dass die Anfangsaufregung in den mittleren Erregungszustand, dieser dann in dem Ichkannundwillnichtmehrgenöle münden würde!]
Wir hielten - kurz - ich stieg und schnallte ab und an und verschwand in den Büschen - diesmal schaffte ich all dies bereits in ca. drei Minuten.
Bis Kilometer 4 herrschte Ruhe. Nein, das habe ich jetzt missverständlich ausgedrückt. Es herrschte natürlich nicht wirklich Ruhe, sondern wir wurden auf beglückend angenehme Weise von Baby Borns wunderbaren Liedern beschallt. Die einprägsamen und sinnreichen Texte wie: "Kolonne 17 das sind wir, die schnellsten Raupen im Revier...!" bekommt man so rasch nicht wieder aus seinen für Musik zuständigen Gehirnteilen, aber wie war das?
Wir waren frisch, wir waren unbedarft und wir waren ausflugsjung.
Ich erinnere mich gut an Kilometer 7, als der erste klitzekleine schwesterliche Streit entbrandte. Es bildete sich eine Baby Born und eine Bibi Blocksberg Fraktion. Beide sehr lautstark und sehr wenig kompromissbereit.
Wir, als einzige pädagogisch Recht ausübende Kraft im Fahrzeug, entschieden diplomatisch gegen beide Vorschläge, woraufhin sich die beiden gegnerischen Parteien miteinander verbündeten und - weiterhin lautstark - feststellten, sie hätten die gemeinsten Eltern der Welt.
Damit konnten wir einigermaßen gut leben und erst bei Kilometer 10 erwischte uns der nächste Toilettenangriff. Mittlerweile fast Profis kappten wir die 3 Minuten Grenze und fuhren frohen Mutes weiter.
Im Laufe der Fahrt musste ich häufig an den Beruf der Stewardess denken.
"Mama, ich hab Durst!"
"Schatz, kannst du mir bitte einen Kaffee einschütten!"
Kolonne 17 das sind wir
"Mama, ich möchte eine Tomate!"
"Mama, kann ich mal das Laura Buch sehen!"
"Schatz, haben wir Bananen?"
"Mama, ich will auch eine Banane!"
"Mama, ich auch und was zu trinken!"
"Mama, wann sind wir dahaaaa?"
"Schatz, mussten wir hier raus!"
Kolonne 17 das sind wir
"Mama, mach doch Bibi an, bitte!"
"Mama, nein, ich will Baby Born hören!"
"Mama, ich will lieber Süßes. Keine Gurke!"
"Schahatz? Mussten wir hier raus?"
"Mama, ich muss Pipi!"
"Schaaaahatz! Kannst du nicht mal darauf achten, was auf den Schildern steht?" "Mama, Lena hat mir meine Puppe weggenimmt!°
"Haben wir noch Kaffee!"
"Mama, wenn die Menschen tot sind, wie machen die dann AA?"
"Wann sind wir daha?"
"Süßstoff, reichst du mir mal bitte Süßstoff?"
"Mama, wann sind wir endlich daha?"
Kolonne 17 das sind wir
"Mama, ich will was essen. Aber mal was leckeres!"
"Mama, die Sophia nimmt mir immer alles weg und die hat ihren Fuß hier bei mir!"
"Ich muss Pipi!"
"Mama, warum gibst du mir nicht endlich mal was Süßes?"
"Schatz, haben wir Frikadellen?"
"Mama, ich will auch eine Frikadelle!"
"Boah, Mama, warum haben wir keine Frikadellen?"
"Ja, warum hast du keine Frikadellen gemacht?"
"Mama, wann sind wir daha? "Mama, ich muss auf die Toilette!"
Es muss bei Kilometer 700 gewesen sein oder so. Mit einem Male verspürte ich den Drang auch mal eine Toilette aufsuchen zu müssen. Ich wagt zaghaft mein Anliegen kund zu tun.
"Boah, Mama, müssen wir schon wieder anhalten? Wir wollen auch mal ankommen!"
Ist es nicht schön, wenn Vater und Töchter sich einig sind?
Die herrlich entspannte Fahrt wurde bei Kilometer 710 dann ein wenig unentspannter, als man mir auftrug, das Kartenmaterial zur Hand zu nehmen und wegweisend tätig zu werden.
Nicht, dass dabei die anderweitigen Pflichten vernachlässig werden durften. Hunger, Durst und andere Wichtigkeiten machten selbstverständlich keine Pause und so reichte ich Obst und Wasser, plemperte hier auf die Karte, dort auf die Hose, hielt die Karte ein klein wenig falsch herum was zu leichten Navigationsproblemen und männlicher Entnervung führte und fragte mich, wie ich um Himmelswillen auf die Idee gekommen war, mit einer ganzer Familie eine Autofahrt von mehr als 40 Kilometern anzutreten?
Das Selbsteingeständnis meiner geistigen Unzurechnungsfähigkeit half uns in diesem Falle nicht wirklich weiter, also reichte ich wieder an, gab weiter, sang mit, schlug mich in die Büsche, schaute auf die Karte, antwortete, mahnte, lobte und sandte jede Menge Achtung an all jene Damen und Herren, die das Reichen und Antworten zu ihrem Beruf gemacht haben. Meine Hochachtung. Doch für mich, für mich wäre das nichts. So viel steht fest.
S. 06.08.2005, 21.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
Ortwechsel

Und manchmal hilft dann einfach nur noch ein Ortwechsel, um ein klein wenig zur Ruhe zu kommen.
Auch das tat gut.
S. 06.08.2005, 20.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
so viel Denken im Kopf
Vielleicht lernen wir zu wenig, mit all dem Denken in unseren Köpfen umzugehen. Vielleicht haben Therapeuten deshalb so einen Wahnsinnszulauf. Vielleicht müssen wir anfangen Kinder zu lehren, wie kostbar dieses Denken ist, wie einzigartig und wie unwiederbringlich.
Ich liebe all mein Denken im Kopf. Ja, es treibt mich in den Wahnsinn, nachts, wenn ich erwache, nicht wieder einschlafen kann und meine Gedanken ihre endlos erscheinenden Kreise zu ziehen beginnen.
Und ja, es macht mir Angst, wenn mein Denken eine Zukunft ausmalt, die mir Schauer über den den Rücken jagt.
Manchmal hasse ich meine Gedanken, wenn sie zu wahr sind, zu ehrlich und nicht in die Richtung treiben wollen, die ich für sie vorgesehen habe.
Doch letztlich liebe ich das Denken in meinem Kopf, denn das bin ICH.
Geankenfülle, Gedankenenge, Gedankenvielfalt - sie gehören mir und es gibt Augenblicke, in denen ich spüre, wie mich nervtötende Gedanken - nahezu irre machende, stets wiederkehrende Gedankengänge - mich letztlich weiter bringen. Mich formen, mich prägen, mich wandeln lassen.
Ich hatte viel Zeit in den letzten Wochen. Viel Zeit für all mein Denken im Kopf und es hat mir weh, aber auch sehr gut getan.
Und letztlich geben Gedanken Kraft. Kraft und Mut und Hoffnung.
Es geht mir gut - jetzt, wieder!
S. 06.08.2005, 20.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken
der Körper, das Essen und ich
Ich wog mich nur noch selten. Das Bewusstsein für alles Körperliche war vorerst in den Hintergrund gerückt. Dennoch platzte ich dann eines Tages schier vor Freude, als die Waage, unerwartet und unerhofft, 78 Kilo zeigte.
Seitdem dümple ich so zwischen 78 und 80 Kilo dumpf vor mich hin.
Ich habe mich vom puren Fettsein auf das wesentlich angenehmere Dicksein reduzieren können. Der Schritt, den ich nun wagen möchte ist der, vom Dicksein, über das Molligsein zum Schlanksein zu gelangen.
Nach wie vor höre ich natürlich andere Menschen gerne sagen: "Mensch, Du bist aber schlank geworden!" So, als ginge es lediglich darum, anderen Menschen zu gefallen. Mich regt das jedesmal wieder auf, wenn ich mich darüber so sehr freue, denn letztlich sollte es keine Rolle spielen was die anderen denken, sagen, meinen, sehen.
Es geht um mein Wohlgefühl und ich fühle mich ganz eindeutig wohler, besser, gesünder und ein klein wenig fitter.
Mein Asthmamedikamentenkonsum geht gegen Null. Allein diese Tatsache ist schier unglaublich und lässt mich wissen, dass es genau der richtige Weg ist, den ich da eingeschlagen habe.
Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass sich dieser Weg auch auch ohne beständigen Enthusiasmus beschreiten lässt. Dass er nicht immer der vordergründige sein muss.
Es reicht, ihn im Blickwinkel zu wissen, ihn nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren.
S. 06.08.2005, 20.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich
abgetaucht - aufgetaucht
Doch wie mit dem realen Zuhause ergeht es mir hier so, dass ich mich auch nach längerer Abwesenheit gleich wieder wohl fühle. Heimisch. Angekommen.
Zwischenzeitlich hat hier zwar jemand sein Unwesen getrieben, aber lediglich Spuren hinterlassen, die zu beseitigen wenige Augenblicke und ein paar Klicks bedurften.
In diesem Sinne habe ich vieles zu erzählen. Zu berichten - und letztlich aber auch im Herzen zu verschließen......
S. 06.08.2005, 19.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
ach herrje
:-(
Zeit aufzuräumen, oder?
S. 06.08.2005, 17.28 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges


