


:: geblogte Augenblicke ::

»Ist das äußere Schicksal über mich hingegangen wie über alle, unabwendbar und von Göttern verhängt, so ist mein inneres Geschick doch mein eigenes Werk gewesen, dessen Süße oder Bitterkeit mir zukommt und für das ich die Verantwortung allein auf mich zu nehmen denke.«
(H.Hesse in "Gertrud")


Sichtbar ist in erster Linie mein Leib und der ist leider mehr als füllig. Sonderbar nur, dass mein Leib sich selbst gern übersieht und direkt in meine Seele schaut. Und die ist schlank.
August 2003, suan


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Kommentare: 1253
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Online seit dem: 17.07.2004
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Wenn man ganz unten ist, tief gefallen. Der Boden hoch über einen schwebt, kann man liegen bleiben und zugrunde gehen, oder aufstehen und einen Neubeginn wagen. Ich habe mich für Letzteres entschieden.
s., 17. Juli 2004
Captcha Abfrage
| patricia |
| wie heißt deine lehrerin!!!!!!!! |
| 1.3.2008-16:20 |
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| NIcole |
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Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki |
| 30.3.2007-9:25 |
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| Renate |
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Hallo, ich habe nicht herausgefunden, wie ich dich ansprechen kann. Ich lese jetzt durch ZUfall schonfast eine Stunde in deinem Blog. Du hast einenherzerfrischenden Humor und man kanneigentlich gar nicht aufhören, zu lesen. Vor allem, wenndu über den Nachwuchs schreibst, ist es so richtig lieb!
Ich gratuliere dich, dass du manch' Ungutes hinter dich gebracht hast! War gerne da! Lb. Grüße RENATE |
| 2.3.2007-18:21 |
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| Sanny |
| Schönen Sonntag, da war was schief gegangen bei der shoutbox, ich hatte die Vorgabe nicht gelöscht - sorry ;-)) Sanny |
| 28.1.2007-10:27 |
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| NameSanny |
| TextJemand sagte mal zu mir: Nur was dir weh tut, bringt dich wirklich weiter! Ja, es verleiht mehr Tiefgang und du wirst ein "Herzensmensch", herzlichen Glückwunsch! Ich würde dich gerne näher kennen lernen. Danke, Sanny;-)) |
| 27.1.2007-23:04 |
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| Gina |
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Huhu, ich wünsche dir ein tolles Jahr 2007. Bis bald und lieben Gruss,
Gina |
| 2.1.2007-8:57 |
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| Caro |
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Frohes Neues Jahr!
LG, eine stille Leserin |
| 1.1.2007-15:13 |
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| Jolie |
| Augenbloglich blogge ich gerade |
| 21.12.2006-19:20 |
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| Tina |
| Ich hab selbst 3 Kinder im Alter von 1 - 4 Jahren ... du schreibst mir aus der Seele! Danke! |
| 20.10.2006-22:28 |
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| Gartenfee |
| Du bist jemand, der etwas zu sagen hat und ich bin sehr froh, dass du wieder aufgestanden bist. Gratuliere von Herzen. Jemand, der oft an dich denkt auch ohne Kontakt |
| 8.9.2006-19:54 |
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traurig
"Weißt du?" erklärte mir heute ein Kindergartenkind aus Lenas Gruppe "Meine Mama, die wollte mich nicht mehr, jetzt wohn ich bei meiner Tante. Aber mein Onkel, der will mich auch nicht mehr. Aber mein Papa auch nicht. Aber das ist ja auch nicht mein richtiger Papa, weil, den kenn ich ja nicht. Weißt du, mich will keiner. Darf ich denn wohl mal mit zu euch?"
Und ich hätte heulen können.......
suan 09.02.2005, 19.37 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: WeltSchmerz
noch so ein Kindergartenbrüller
Der heutige Brief, den Lena aus dem Kindergarten mit nach Hause brachte, hat mich dann doch erstmal zu lautem Lachen animiert. Nachdem wir im Dezember bereits schriftlich darauf hingewiesen wurden, dass wir uns grobe Körperverletzung zuschulden kommen lassen, wenn wir unsere Kinder mit Husten und Schnupfen in den Kindergarten schicken und somit andere Kinder der Gefahr einer Ansteckung ausetzen, hieß es heute, Lebensmittel dürften nur noch dann mit in den Kindergarten mitgebracht und an andere Kinder verteilt werden, wenn man ein amtliches (kostenpflichtiges) Gesundheitszeugnis mit einreicht.
Ich werde Lena und Sophia darauf hinweisen, dass sie ihren Kindergartenfreunden immer direkt ein Gesundheitszeugnis unter die Nase halten, wenn sie während des Frühstückens munter Essenstausch spielen. Desweiteren essen meine Kinder ab sofort nur noch von jenen Kindern mit kostenpflichtig, aktuellem Gesundheitszeugnis. Ohne dem geht bei uns gar nichts mehr.
Dieser Blog übrigens ist keim- und ansteckungsfrei. Bei Bedarf maile ich gerne mein Gesundheitszeugnis.
suan 09.02.2005, 19.35 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
Dankeschön!
suan 09.02.2005, 14.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges
Letter James
Ich bin gerade irgendwo (enjoyland ?) darüber gestolpert:Letter James!

Genau das Richtige für meinen Spieltrieb! Genial!
suan 09.02.2005, 11.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges
Morgenstund hat Gold im Mund
suan 09.02.2005, 06.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram
Jingle Bells und Ostereier
Keine Frage, ich bemühe mich stets, meine Einkäufe so zu legen, dass ich unsere beiden wohlerzogenen Töchter nicht mit nehmen muss. Weniger, weil ich sie nicht mag, als vielmehr der Tatsache wegen, dass sie es schaffen, mit sämtlichen hundert anderen einkaufenden Menschen auf die ein oder andere, mehr oder minder peinliche Art Kontakte zu knüpfen.
Heute, da gab es keine Chance, ließ es sich nunmal nicht vermeiden, dass wir zu dritt bei Feinkost Albrecht einfielen. Fielen trifft es sehr genau, da Lena der Ansicht war, es mache Sinn und Spaß die kleine Schwester mal direkt vom Eingang bis zu den Kaffeepaketen zu schubsen. Das daraufhin ertönende, wohlgemerkt markerschütternde Geschrei der kleinen Schwester zog schon einmal mindestens vier ältere Damen an, die wir fortan nicht wieder abschütteln konnten.
Lena, sehr kommunikativ, erklärte den tüddeligen, aber durchaus niedlichen Damen ersteinmal, dass ohne Sex ja keine Babys kämen und Sex absolut "tein slimmes Wort ist". Auf die diskrete Frage unserer Ältesten: "Hast du auch manchmal Sex?" bekamen sämtliche betagten Damen hektische rote Flecken am Hals. Wobei ich mir jetzt durchaus kein Urteil darüber erlauben möchte, ob diese Flecken in Hinblick an wunderbar Erlebtes oder aufgrund der Indiskretheit der Frage zustande kamen. Entschuldigend lächelnd schob ich, Sophia an einem Bein klebend, mit diesem Riesenteil von Einkaufswagen von dannen und hörte nur mit halben Ohr auf die Weisheiten besagter Damen.
Während Sophia irgendwann die Eier entdeckte und der Meinung war, wir bräuchten welche,. hing Lena mittlerweile selig singend am Einkaufswagen, schuckelte selbigen dergestalt hin und her, dass schonmal der ein oder andere Einkaufsgänger ein paar Räder in die Haxen bekam. Das entschuldigende Lächeln war bereits eh in meinem Gesicht fest gefroren, so machte es dann auch nichts, dass Sophia voller Elan eine Packung Eier in den Wagen schmiss und wir daraufhin ca. 30 Minuten damit beschäftigt waren das schmierige und glibberige und durchaus eklige Eiweiß-Eigelb-Gemisch vom dreckigen Supermarktboden aufzuwischen. Lena kommentierte das besserwisserisch und erklärte allen Vorbeihastenden:
"Oh Mann, das war meine tleine Schwester, die macht NUUUUUUR Mist. Ehrlich. Dabei hat die Mama schon so oft desagt, sie soll das nicht, aber sie macht das immer wieder und nun ham wir den Salat!"
Und zu uns gewandt:
"Mann Sophia, die Mama hat ja echt nur Arbeit mit dir. Immer muss die Mama putzen, putzen, putzen - oooohhh!"
Der Erheiterungseffekt lag eher auf Seiten der Vorbeihastenden, weniger auf der meinigen, aber ich mochte die Szene jetzt nicht noch durch ein: "Halt einfach mal den Mund, Kind!" aufwerten. Irgendwann ging Lena dazu über lautstark Jingle Bells zu singen, was uns erneutes Publikum einbrachte. Glücklichweise war unsere Putzorgie in diesem Moment beendet und wir huschten rasch in den nächsten Gang. Grober Fehler. Wer konnte ahnen, dass dies der Gang des Osterhasen sein würde? Bunte Eier, Schokohasen, alles da, was zu so einem Osterfest gehört. Lenas Finger zeigte aufgeregt auf die fertig gefärbten Eier, während ihr immer noch Jingle Bells über die Lippen kam. Sophia hingegen eilte zu den Eiern und war schlichtweg hingerissen: "Mama, wenn ich die in den Wagen schmeiß, dann dehn die nicht taputt, nee?" Nun, mein Bedarf dies zu erproben war gedeckt und so verbat ich unseren beiden Einkaufenden die Eier auch nur anzurühren. Dies quittierte Lena mit dem Geschrei: "Booaah, Mama, wir triegen aber auch wirklich nie was!" was sämtliche jugendschützenden Menschen unseres Dorfes auf den Plan rief, die mir nun missbilligende Blicke zuwarfen und Lena und Sophia bemitleideten: "Och, kauft die Mami euch denn gar nichts? So eine strenge Mami habt ihr!" Dies ließ Sophia so jedoch nicht stehen und verkündete: "Nein, wir ham ja dar tein Deld!"
Schön, dass unser Dorf nun auch unsere finanziellen Verhältnisse kennt.
Besonders interessant wird es übrigens immer im Kassenbereich. Warum auch immer, aber unsere beiden liebreizenden Töchter toben und balgen da gerne mal herum ohne Rücksicht auf Regale, Mitmenschen oder gar zerbrechliche Waren.
Wenn sie sich nicht gerade darum streiten, wer welche Dinge auf's Band legen darf, sind sie damit beschäftigt Berge von Toilettenpapier anzuschleppen oder noch besser: Küchentücher. Das alles wird schwungvoll in den Wagen geworfen und selbstverständlich weigert man sich, das Zeugs wieder wegzubringen. "Wir tönn das dut debrauchen, Mama. Denk mal dran, wie du zuhause immer schlabberst!"
Einige Diskussionen und böse Worte später ist unser Einkaufszeugs wieder auf ein übersichtliches Maß geschrumpft, dafür habe ich nun zwei Freundinnen verloren:
"Das ist unsere Mama!" erklärt Lena einem greisen Mann "Aber die is nicht unsere Freundin. Die ist zu uns immer soooo böse!"
"Ja, denau!" bestätigt die kleine Schwester und guckt mich böse an. Ich sehe den Greis schon gedanklich die Nummer des Jugendamtes im Telefonbuch nachschlagen.
Schön dann jedoch immer der Moment, in dem die Freiheit ruft. Die Schiebetüren öffnen sich, auf dem weiten Parkplatz verlaufen sich die Menschenmassen, zwei kleine Mädchen fallen da so gar nicht auf.
Noch weniger die Mutter, die sich schwört, das war das letzte Mal mit den beiden im Supermarkt.
suan 08.02.2005, 20.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Hoch lebe Pisa!
Was erfahre ich da gerade eben, sozusagen nebenei, am Rande eines thematisch anders gelagerten Telefongesprächs.
"Ach ja, und neben dem Matheprojekt lernen die Kinder nun auch Englisch hier!"
Und schon höre ich sie förmlich vor mir, die jubelnden und kreischenden Elternmassen, die ihre Sprösslinge sozusagen schon mit Windelpopo am Gymnasium anmelden möchten. Was spielt es schon für eine Rolle, dass niemand im Kindergarten eine adäquate Ausbildung diesbezüglich inne hat. Hauptsache die Kinder lernen. Und zwar möglichst ALLES und möglichst SCHNELL und möglichst FRÜH.
Früh, das ist das Zauberwort. Da stürzen sich die Eltern gerne drauf, lasen sie doch irgendwo, dass Kinder unbedingt früh mit einer Zweitsprache anfangen müssen. Dass Kinder nur dann unbedarft damit umgehen.
Und überhaupt, man vergesse nie den allesumjubelnden Satz: "Watt soll datt schon schaden?"
Zum Glück bin ich ganz ruhig. Ich bin die Ruhe selbst. Ich finde es hervorragend, dass der Kindergarten meiner Töchter sich so engagiert. Gut, sie basteln nicht, sie kneten nicht, sie malen nicht, sie pampen nicht, aber dafür können die Kinder bald perfekt rechnen und Englisch sprechen.
Ich gehe davon aus, dass wir Lena unmittelbar am Gymnasium einschulen. Die Grundschule schenken wir uns. Was soll das Kind dort auch lernen ?
suan 08.02.2005, 12.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs
Wer die Wahrheit sucht

Die Rezensionen, die ich über das neue Werk von Elizabeth George gelesen hatte, waren größtenteils vernichtend. Schlimme Verrisse bei Amazon, Durchwachsenes auf der krimi-couch und viel Negatives sonstwo in den Weiten des Netzes.
Selbstverständlich hielt mich das nicht davon ab, dieses Buch zu lesen. Ich habe bislang alles von Elizabeth George gelesen und mich immer mehr als gut unterhalten gefühlt. Also nahm ich die 726 Seiten vor drei Tagen lustvoll in Angriff.
Gerade ausgelesen, habe ich das Buch zu den anderen Werken der Autorin ins Regal gestellt und wundere mich nun über die derben Verrisse und die harsche Kritik.
Es gibt nicht viele Autoren, die das Talent besitzen richtig gut zu erzählen. Die neben ihren vielschichtigen Protagonisten eine Reihe von Nebenfiguren so gekonnt in eine Geschichte einfließen lassen können, dass Leben und Lebensumstände unterschiedlichster Menschen kunstvoll ineinander verflochten werden. Ich bin schon der Ansicht, dass Erzählen eine Kunst ist. Es reicht nicht, einfach nur bloße Worte zu Sätzen zusammenzufügen, ein paar Grausamkeiten detailliert zu schildern oder eine bizarre Idee in einen Roman zu pfropfen. Eine Geschichte muss fließen, sich ineiander fügen, den Leser hineinbugsieren, nahezu zaubern in fremde, ferne Welten. In andere Zeiten, an andere Orten und in die Gefühlswelten von Menschen, die so gar nichts mit einem selbst gemein haben oder gerade eben doch.
Elizabeth George kann das. Und sie kann das verdammt gut. Im Vergleich zu den "Rennern" der Thriller Szene setzt sie sich mit leisen, stillen, um so mehr gekonnten Tönen durch und vielleicht ist es genau das, was die Kritik auslöst.
Zu wenig Blut, zu viele Geschichten? Ich würde das Buch nicht spannend nennen. Nicht im Großteil. Es wird - gegen Ende hin - auf rund 20 Seiten unverhofft sehr spannend, aber das ist es nicht, was die Handlung, das Erzählen, die Geschichte ausmacht.
Die Menschen in den Büchern von Elizabeth George entwickeln sich beständig weiter und das ist es, was ich liebe. Mir fehlen Inspector Lynley und Barbara Havers nicht, weil ich mir sicher bin, sie in einem der nächsten Werke wieder finden zu können. Ich hatte auch nicht die Erwartung bluttriefende, ekelerregende Details lesen zu können. Mich fasziniert da viel eher, der nebensächlich geschilderte, geradezu beiläufige Mord eines Sohnes an seinen Vater, der erfolgen muss, zwangsläufig als Konsequenz eines Denkmusters und der in einem Nebenbei geschieht, das erst recht aufmerksam macht.
Es sind die Gedanken und Gefühlswelten der einzelnen Personen, die Elizabeth George perfekt und äußerst eindringlich zu schildern vermag. Das geistige Auge braucht sich nicht sonderlich anzustrengen, um die Menschen, die einzelnen Personen vor einem erstehen zu lassen. Man schlüpft in die Geschichte, ohne einen Übergang zu spüren und allein das beweist das große Talent der Autorin.
Nein, ich würde sie niemals einreihen in die Autoren, deren Anspruch noch ein wenig höher liegt. Ich würde sie jedoch völlig herausheben aus dem derzeitigen Thriller Einerlei dieser Tage und wenn ich mir eine Scheibe abschneiden könnte, vom schriftstellerischen Talent, ich würde dies hemmungslos tun.
Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen. Und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Werk der Autorin!
suan 07.02.2005, 18.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher
Berliner
Ich wurde heute genötigt. Es geschah in der Früh, in einer kleinen, hiesigen Bäckerei. Traditionell gibt es bei uns am Rosenmontag nämlich "Berliner" zu essen. Tarditionell irgnorieren wir ansonsten Karneval. Doch das war nicht das Thema. Die Nötigung. Also gut. Vier Personen. Macht vier Berliner. Die Teile sollten Stück 79 Cent kosten. Das ist ja schon einmal frech - wie ich finde. Darum wurde ich genötigt. Denn 10 Berliner kosteten hingegen lediglich 2,99 Euro. Ich musste nicht mal nachrechnen, dass es sich hier um eine bedeutende Ersparnis handeln muss.
Ich habe allerdings nicht die geringste Ahnung, wer nun die 10 Berliner essen soll!?

suan 07.02.2005, 10.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse
*fluch*
Okay, ich arbeite jetzt seit Jahren mit Photo Paint und habe immer noch nicht heraus bekommen, wie man um eine simple Grafik einen Rahmen bekommt!
*fluch*
suan 06.02.2005, 11.38 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke
Anleitung zum Unbeliebtmachen in 10 Minuten
Diese Anleitung wurde in jüngster Zeit erprobt und führt zu unbedingtem Erfolg, wenn man sich exakt an die einzelnen Details hält. Bitte lassen Sie auch Kleinigkeiten, wie die Gesichtsmimik, nicht außer acht.
Gehen Sie - erstmalig - zu einem Infoabend in den neuen Kindergarten Ihrer Kinder. Erzählen Sie niemanden, wer Sie sind und auch keinesfalls was Sie beruflich machen. Lächeln Sie dezent und liebreizend jede Mutter und jeden Vater an, der Ihnen dort im Eingangsbereich begegnet und kommentieren Sie das Gedränge und Geschubse an der Tür mit: "Immer mit der Ruhe!" Ignorieren Sie in jedem Fall die hasserfüllten Blicke, die Sie nun von mehreren Seiten treffen.
Betreten Sie den ausgewählten Raum des Infoabends und nörgeln Sie ein wenig murmelnd vor sich hin, wenn Sie feststellen, dass trotz vorheriger schriftlicher Anmeldung Ihrerseits und der anderen Teilnehmer keinesfalls ausreichender Sitzplatz für selbige Teilnehmer zur Verfügung steht und Sie auf einer unbequemen Heizung Platz nehmen müssen.
Harren Sie, nett und unverbindlich lächelnd, der Dinge, die da kommen mögen. Vergewissern Sie sich kurz mittels Ihrer Einladung, dass es an diesem Abend um ein Matheprojekt des Kindergarten gehen wird und beantworten Sie die Frage Ihrer Ihnen unbekannten Sitznachbarin: "Wozu hasse denn die Einaldung mit?" mit den Worten "Aus Interesse!" Wundern Sie sich an diesem Punkt nicht über das alberne Gekicher Ihrer Sitznachbarin, sondern lächeln Sie weiter unverbindlich in die Runde.
Hören Sie sich im folgenden duldsam und still die Vorstellung des besagten Matheprojektes an. Nehmen Sie gelassen wahr, dass eine einzige Kindergärtnerin an einem Wochenendseminar geschult wurde, den gesamten Stoff des ersten Schuljahres nun in acht Wochen mit den Vier- bis Sechsjährigen Kindern des Kindergartens durchzuarbeiten.
Verkneifen Sie sich in jedem Fall Hustenanfälle, unpassende Lacher und kritische Ausrufe. Hören Sie einfach zu und rollen Sie höchstens mal dezent mit Ihren Augen, wenn die Entzückungsschreie der Miteltern in Ekstase geraten.
Schütteln Sie hin und wieder missbilligend den Kopf, wenn das vorgestellte (tausende von Euro kostende Material) so gänzlich didaktisch vom Ruder läuft, aber bewahren Sie Ruhe. Ignorieren Sie Ihren anschwellenden Hals und unterdrücken Ihre explosionsgefährdeten Gefühle.
Schauen Sie sich einfach an, was Ihre Kinder in den nächsten Wochen alles lernen werden. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass es zunächst in die Zahlenhäuser gehen wird. Wundern Sie sich auf jeden Fall leise und nicht lautstark darüber, dass das Einserhaus von zehn Bewohnern bewohnt wird (Schwein, Kuh, Tannenzapfen etc.). Stellen Sie sich vor, wie dementsprechend das Zehner- bzw. gar das Zwanzigerhaus aussehen wird.
Rechnen Sie sich im Stillen den Platzbedarf aus, als Ihnen erklärt wird, dass es zu jedem Haus geometrische Figuren geben wird, die mit 50 cm langen Stöcken zusammen gesteckt werden. Rasten Sie nicht aus, wenn Sie entdecken, dass die "geometrische Figur" vor dem Einerhaus aus einem einfach dahin gelegten Stab besteht. Einem Stab mit zwei Enden, aber das wird selbstverständlich kein einziges Kind irritieren.
Betasten Sie, wie die anderen Eltern, Würfel, die mit Ziffern beklebt und anhand ihres Gewichtes unterschieden werden müssen bzw. können. Ignorieren Sie die euphorischen Ausrufe und sinnentleerten Kommentare einiger anderer Eltern und stellen Sie sich (nur im Stillen) die Frage, welcher Zusammenhang zwischen einer schweren Sechs und einer leichten Eins besteht. Fragen Sie sich unbedingt (und wieder im Stillen), wie Sie Ihrem Kind später vermitteln möchten, dass sechs Federn leichter sind als ein Goldbarren.
Werden Sie unbedingt ganz ruhig, als man Ihnen mitteilt, dass die Kinder auch direkt mit einem Zahlenstrahl arbeiten. Äußern Sie sich nicht dazu, dass man Ihnen vorführt, wie das Kind auf der Eins zu stehen hat, einen Schritt nach vorne geht, eins zählt und auf der Zwei landet. Stellen Sie fest, dass die Null fehlt, äußern Sie das aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Fangen Sie an mit Ihrer anderen Sitznachbarin, zufällig beste Freundin mit gleichem Berufsbild, heimlich zu tuscheln.
Betasten Sie Ihren anschwellenden Hals als es munter in der fehlerhaft komplizierten Didaktik weiter geht und Sie merken, dass die vorzustellende Dame nicht wirklich den Überblick zu haben scheint. Schlucken Sie einmal schwer, als Sie dann noch erfahren müssen, dass die Kinder auch direkt das Schreiben der Ziffern lernen, ohne Hilfestellung und "so wie Kinder das eben möchten".
Bislang mussten Sie sich relativ passiv verhalten. Am Ende des Vortrages jedoch beginnt langsam aber sicher Ihr Einsatz.
Auf die Frage: "Hat noch jemand eine Frage dazu!" halten Sie zunächst schnell Ihre uferlos rollenden Augen auf, als eine Mutter fragt: "Schaffen Sie das Programm denn bis zu den Sommerferien, dann kommt mein XXX doch zur Schule!" fragen Sie dann mal - ganz höflich - inwieweit das Zahlenlandprojekt auf die gängige Grundschulpraxis abgestimmt wurde? Quittieren Sie die Antwort: "Das weiß ich nicht!" mit einem gekonnten Hochziehen der Augenbrauen. Nun werden Sie höchstwahrscheinlich gefragt: "Sehen Sie da Probleme?" was Ihnen die Gelegenheit bietet, immer noch sehr freundlich, auf die Dinge hinzuweisen, die Sie als problematisch empfinden.
Nehmen Sie daraufhin nur leicht irritiert zur Kenntnis, dass ein aufbrausendes Gemurmel im Saal entsteht und die feindlichen Bicke der anderen Eltern Sie nun massiv attakieren. Beantworten Sie die hysterisch gestellte Frage einer Mutter: "Hast DU überhaupt schon Kinder in der Schule?" wahrheitsgemäß mit "Nein!" und lassen Sie sich dann belehren, dass in der Schule "sowas alles nicht gemacht wird!", "die Lehrer sich kein Stück kümmern", "nur in der Sonderschule mit so sinnreichem Material gearbeitet wird", "die Kinder in der Schule nur Arbeitsblätter heingeklatscht kriegen", "die Null in der Schule auch nicht wichtig ist", "und Du wohl noch nix von Pisa gehört hast".
Lasse die Aufruhr münden in dem von allen anderen bejubelten Satz: "Schaden kann datt unsern Kindern nix!" Gehen Sie in sich und bleiben Sie still. Halten Sie sich in jedem Fall zurück, überlassen Sie das weitere Argumentieren Ihrer besten Freundin und lächeln Sie wieder nichtssagend.
Fragen Sie eventuell noch einmal kurz nach, ob auch beabsichtigt ist die Rechenzeichen einzuführen und wundern Sie sich nicht als Sie erfahren, dass selbstverständlich mit Minus und Plus agiert wird, aber dass das ja nicht extra eingeführt werden muss.
Fangen Sie an die Minuten zu zählen, bis Sie hinaus dürfen. Lassen Sie sich noch schnell von einer Mutter belehren, dass sie sich bestens auskenne, da ihre Tochter schon im ersten Schuljahr sei und sie genau wüsste, dass die Kinder in der Schule nur Zahlen hingeklatscht bekämen. Machen Sie sich genau dann noch unbeleliebter durch die Frage:
"Auf welcher Schule ist denn Ihre Tochter?"
Die Antwort der Mutter: "Auf einer sehr guten!" müssen Sie jetzt unbedingt und unachtsamerweise mit "So gut kann die Schule nicht sein, wenn Sie den Kindern nur Arbeitsblätter hinklatscht!" quittieren.
Ich sage Ihnen, spätestens dann sind Sie die allerunbeliebteste Person des Raumes.
suan 06.02.2005, 08.15 | (6/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse




